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Antrag auf Arbeitsgenehmigung - Hinweise

Wenn Sie als Ausländer eines Nicht-EU-Landes in Deutschland arbeiten möchten, benötigen Sie in der Regel eine Arbeitsgenehmigung. Der Antrag ist langwierig, Sie selbst als auch der potenzielle Arbeitgeber müssen zahlreiche bürokratische Hürden überwinden.

Vor dem Arbeitsvertrag kommt die Arbeitserlaubnis.
Vor dem Arbeitsvertrag kommt die Arbeitserlaubnis.

Was Sie benötigen:

  • Aufenthaltstitel
  • Formular Arbeitserlaubnis
  • Zusage Arbeitsplatz
  • Bewilligung Bundesagentur für Arbeit
  • Pass

Antrag stellen - die Voraussetzungen

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen eingeschränkter und uneingeschränkter Arbeitserlaubnis. Mit bestimmten Aufenthaltstiteln benötigen Sie vor Aufnahme einer Arbeit eine Genehmigung.

  • Entscheidend ist Ihr Aufenthaltstitel, seit 2011 eine Plastikkarte im Scheckkartenformat. Diesen benötigen Sie, wenn Sie aus einem Nicht-EU-Land oder einem Staat kommen, das nicht dem Europäischen Wirtschaftsraum angehört.
  • Mit einer Niederlassungserlaubnis oder einer Blauen Karte EU benötigen Sie keine Arbeitserlaubnis und können jede Arbeitsstelle annehmen, die Sie möchten.
  • Mit einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung haben Sie ein 12-monatiges Arbeitsverbot, erst nach Ablauf dieser Zeit dürfen Sie einen Antrag stellen.
  • Eine weitere Voraussetzung ist die Zusage eines festen Arbeitsplatzes, eines Praktikums oder einer Saisonstelle. Grundsätzlich benötigen Sie für alle Arten der Arbeit eine Arbeitsgenehmigung. Keine Erlaubnis brauchen Sie für schulische Praktika, auch ausländische Studenten und Fachkräfte, die für international operierende Unternehmen tätig sind, müssen keinen Antrag stellen.

Arbeitsgenehmigung bekommen - das Verfahren

Stellen Sie sich auf einen Antragsprozess ein, der zwischen 6 - 8 Wochen dauert. Nicht immer ist er von Erfolg gekrönt.

  1. Ihr erster Weg führt zur Bundesagentur für Arbeit, hier wird geprüft, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind. So dürfen sich keinerlei Nachteile für den Arbeitsmarkt ergeben, wenn ein Ausländer beschäftigt wird. Diesen Prozess nennt man Arbeitsmarktzulassung.
  2. In der sogenannten Vorrangprüfung wird ermittelt, ob andere Arbeitnehmer nicht bevorrechtigt sind. Bevor Sie überhaupt infrage kommen, werden Deutsche, Menschen aus alten und neuen EU-Ländern für Arbeitsstellen herangezogen. In der Arbeitsbedingungsprüfung wird ermittelt, ob der Arbeitnehmerschutz und ein fairer Lohn gewährleistet sind. Sie dürfen nicht unter schlechteren Bedingungen arbeiten als andere Arbeitnehmer.
  3. Den eigentlichen Antrag auf Arbeitsgenehmigung stellen Sie bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) sowie deren regionalen Stützpunkten. Hier erhalten Sie das entsprechende Formular. Tragen Sie Arbeitsstelle, Lohn und Arbeitszeit ein. Zusätzlich muss Ihr Arbeitgeber eine Erklärung abgeben, dass er bereit ist, Sie einzustellen.
  4. Die Bewilligung Ihres Antrages gilt nur für die Dauer Ihres Aufenthaltstitels, maximal jedoch für drei Jahre. Wollen Sie den Arbeitsplatz wechseln, müssen Sie dies der Ausländerbehörde mitteilen.

Sonderregelungen gelten derzeit noch für Bürger aus Bulgarien und Rumänien. Informieren Sie sich bei der Ausländerbehörde über weitere Details.

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