Was Sie benötigen:
  • Anti-Fust-Halsband
  • Leckerchen
  • Kauknochen
  • Hundebox
  • Geduld

Wenn Ihr Hund während der Autofahrt bellt, hechelt, unruhig hin- und herläuft, winselt oder sogar erbricht, hat er Stress. Sollte der Auslöser für den Stress von seiner Angst vor dem Autofahren herrühren, können Sie versuchen, mit einem Anti-Frust-Halsband Abhilfe zu schaffen.

Ein Anti-Frust-Halsband verwenden

  • Ein Anti-Frust-Halsband ist ein Halsband für den Hund (oder auch die Katze), das Duftstoffe abgibt, die den Hund beruhigen sollen.
  • Die speziellen Duftstoffe werden aus Pheromonen hergestellt, die ähnlich sind, wie der Duft einer säugenden Hündin. Der Hund soll sich demnach an seine eigene Welpenzeit erinnern, in der er friedlich und angstfrei an seiner Mutter Milch gesaugt hat.
  • Diese Duftstoffe gibt es nicht nur in Form von Halsbändern, sondern auch als Spray oder als Stecker für die Steckdose zu kaufen.
  • Bevor Sie Ihrem Hund das Halsband für die lange Autofahrt umbinden, sollten Sie den Anti-Frust-Duft erst einmal zu Hause als Spray in seinem Körbchen in gewohnter Umgebung ausprobieren. Beobachten Sie Ihren Hund genau: Zeigt er irgendeine Veränderung? Wenn er ruhiger ist oder sogar schläft, dann können Sie das Anti-Frust-Halsband auch im Auto ausprobieren, aber erst nur auf einer kürzeren Fahrtroute. Die Duftkonzentration ist im Auto höher als in Ihrem Wohnzimmer.
  • Denken Sie immer daran: Ihr Hund kann sich nicht wehren, er wird Ihnen nicht "sagen" können, ob ihm der Duft gefällt oder nicht. Sie sollten Ihrem Hund auch nur so wenig wie unbedingt nötig chemikalische Stoffe verabreichen.

Was Sie außer dem Anti-Frust-Halsband noch tun können

  • Ist Ihr Hund noch ein Welpe, sollten Sie ihn so früh wie möglich an das Autofahren gewöhnen. Fangen Sie mit ganz kurzen Fahrstrecken an. Danach sofort aussteigen und etwas mit dem Welpen spielen. So baut er Stress ab und verbindet das Autofahren mit etwas Positivem. Bei dieser Vorgehensweise werden Sie kein Anti-Frust-Halsband brauchen.
  • Haben Sie einen älteren Hund - eventuell aus dem Tierheim übernommen - der Stress beim Autofahren hat, dann müssen Sie in ganz kleinen Schritten anfangen, das Autofahren als eine positive Sache  darzustellen, da Sie nicht wissen, was Ihr Hund vorher erlebt hat.
  • Beginnen Sie damit, dass Sie sich mit Ihrem Hund zusammen erst einmal nur in das Auto hineinsetzen und noch nicht losfahren. Lenken Sie Ihren Hund etwas ab und spielen Sie ein wenig mit ihm. Wenn Ihr Hund dann entspannt ist und offensichtlich keine Stress-Symptome zeigt, belohnen Sie ihn mit einem Leckerchen.  
  • Dehnen Sie die Zeit immer mehr aus und lassen Sie Ihren Hund auch alleine im Auto entweder im Kofferraum oder auf der Rückbank. Vergessen Sie auch nicht, Ihren Hund mit einem speziellen Geschirr anzuschnallen. Auch das sollte er lernen, dass ein freies "Rumhüpfen" im Auto aus Sicherheitsgründen nicht geht. 
  • Nachdem Sie einige kurze Runden gefahren sind, können Sie Ihren Hund auch mit einem Kauknochen ablenken und dann eine etwas größere Runde fahren.
  • Sollte Ihr Hund immer noch Stress-Symptome zeigen, können Sie auch über die Anschaffung einer Hundebox nachdenken. In solch einer Box ist der Hund nicht nur am besten bei einem Unfall geschützt, sondern er hat nicht mehr die Möglichkeit alle Umweltreize aufzunehmen. Der Hund sollte idealerweise in der Box liegen. Hat Ihr Hund dann immer noch Stress, können Sie ihm zusätzlich das Anti-Frust-Halsband umlegen.
  • Wenn Ihr Hund einfach nur wütend bellt während der Autofahrt, weil er im Kofferraum verweilen soll oder er andere Hunde aus dem Fenster erspäht, dann hilft nur konsequente Erziehung mit einem Abbruchsignal und kein Anti-Frust-Halsband.