Sobald ein Angehöriger stirbt, müssen sich die Hinterbliebenen Gedanken über die bevorstehende Beisetzung machen. In der letzten Zeit hat sich die Anzahl der anonymen Beerdigungen stark erhöht. Diese Begräbnisform hat sowohl Vor- als auch Nachteile.

Das sollten Sie bei einer anonymen Beerdigung beachten

  • Nicht auf jedem Friedhof ist eine anonyme Beerdigung möglich. Der Grund dafür ist, dass sich einige Kirchengemeinden dagegen sträuben, anonyme Beisetzungen durchzuführen. Das wird damit begründet, dass der Verstorbene einen Namen hatte, der dann für immer verschwunden ist. Ein anderer Grund ist aber der, dass die Kirchen an anonymen Beerdigungen weniger verdienen als an konventionellen Begräbnissen.
  • Sollten auf Ihrem Friedhof anonyme Beerdigungen geduldet werden, müssen Sie sich im Klaren darüber sein, dass es Ihnen nicht mitgeteilt wird, an welcher Stelle der Verstorbene beigesetzt wird. Sie haben also keinen Platz, an dem Sie trauern können. Für einige Menschen stellt dies ein großes Problem dar.
  • Außerdem müssen Sie unterschreiben, dass die Urne nie wieder ausgegraben werden soll.
  • Der größte Vorteil einer anonymen Beerdigung liegt darin, dass keine Grabpflege nötig ist. Oftmals ist es den Hinterbliebenen aus beruflichen oder wirtschaftlichen Gründen gar nicht möglich, über einen langen Zeitraum das Grab zu pflegen.
  • Zu beachten sind aber auch die Kosten. Eine anonyme Beerdigung ist wesentlich günstiger als eine konventionelle Beisetzung.