Anleitung zum freundlichen Umgang am Telefon

Hinter jedem Telefon spricht ein Mensch. Hinter jedem Telefon spricht ein Mensch.
Das Telefon ist heute selbstverständlich geworden und eine gute Möglichkeit Kontakte zu halten. Niemand braucht mehr eine Anleitung wie das Telefon zu benutzen ist, aber immer mehr Menschen brauchen Hilfe beim formvollendeten Umgang damit.
Roswitha Gladel
28.09.2011 Roswitha Gladel
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Dafür brauchen Sie beide Hände

Höflichkeit am Telefon - eine Anleitung

  • Auch wenn niemand daran denkt, aber ein Anrufbeantworter ist eine Maschine, hinter der ein Mensch steht und so sollte dieser auch besprochen werden. Ansagen wie: „Hier ist die Nummer 1,2,3... sprechen Sie jetzt!“, sind kein guter Umgangston. Sicher hilfreich für den Anrufer, um zu kontrollieren, ob er die richtige Nummer gewählt hat, aber unpersönlich und unhöflich. Das Erste was ein Mensch, der das Telefon nutzt hören möchte, ist eine Begrüßung, also sagen Sie "Guten Tag" oder zumindest ein freundliches "Hallo". Auch der Name und eine freundliche Bitte, kein Befehl, etwas auf den Anrufbeantworter zu sprechen gehört zum guten Ton am Telefon.
  • Die Unsitte das Telefonat einfach abzubrechen, wenn ein AB daran ist, gehört ebenso zum "No Go" am Telefon. Besonders unhöflich ist es, wenn der Anrufer auflegt, um direkt wieder anzurufen, um so den angerufenen ans Telefon zu zwingen. Sagen Sie doch einfach, wer Sie sind und dass Sie um einen Rückruf bitten oder später noch mal anrufen werden, am Besten mit der Angabe einer Uhrzeit. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, das bedarf keiner Anleitung - oder?
  • Es gibt Nachrichten die gehören nicht auf einen Anrufbeantworter, denn Sie können nie wissen, wer diesen abhören wird. Intime Liebesbeweise, Nachrichten über den Tod eines nahen Angehörigen oder die Unsitte einfach auf dem AB eine Nachricht zu hinterlassen, dass eine Liebesbeziehung beendet ist, gehören nicht auf den Anrufbeantworter.
  • Auch das korrekte Melden bei einem Anruf ist etwas, das zur Anleitung zum Umgang mit dem Telefon gehört. Melden Sie sich immer mit "Guten Tag" oder einer anderen Begrüßungsfloskel. Danach folgt der Name. Auch wenn Sie anrufen, sollte diese Reihenfolge beachtet werden. Oft sind noch Schaltgeräusche in der Leitung, wenn das Telefonat beginnt oder der Angerufene hat nicht gleich den Hörer am Ohr. Ein Grund, weshalb beim Telefonmarketing wert darauf gelegt wird, dass erst die Begrüßung dann der Name zu nennen ist. Was die Profis machen, sollten Sie im privaten Bereich ebenfalls einführen.
  • Weiterhin sollten Sie sich in der Öffentlichkeit mit Telefonaten zurückhalten. Besonders schlimm ist es, wenn Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Restaurants telefonieren, laut und gestenreich sprechen und das Telefon zu allem Überfluss auf Lautsprecher stellen.
  • Die Nutzung der Lauthöreigenschaft des Telefons ist nicht nur unhöflich, sondern rechtlich bedenklich, wenn der andere Teilnehmer nicht weiß, dass Dritte mithören. Jeder muss sich darauf verlassen können, dass er nur mit dem Teilnehmer am anderen Ende der Leitung spricht.
  • Eins solltebei dieser Anleitung auch noch erwähnt werden: Es kommt oft vor, dass Sie nur den anderen Teilnehmer nicht hören, dieser Sie aber gut verstehen kann. Flüche, Beschimpfungen und Ähnliches sind daher am Telefon nie angebracht, auch dann nicht, wenn Sie denken von einem Sittenstrolch belästigt zu werden bzw. denken, dass Sie niemand hören kann.

Wenn Sie sich an diese Anleitung halten, stoßen Sie andere Menschen nicht dadurch vor den Kopf, dass Sie aus Unachtsamkeit oder Gedankenlosigkeit unhöflich oder gar verletzend werden.

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