Das Anlegen eines Steingartens macht Freude, weil Sie neben einem guten Geschmack in der Pflanzenauswahl auch Ihre Kreativität voll ausleben können. Je nach Größe des künftigen Steingartens, können Sie große Granitfindlinge ebenso einsetzen wie Kies oder Schotter. Wenn der Platz noch sonnig und an einem leichten Hang liegt, ist die Garantie für einen wunderschönen Steingarten schon gegeben.
- 15.07.2010 Markus Meyer
- Da viele Gebirgspflanzen, die für einen Steingarten als Bepflanzung bevorzugt werden, keine nassen Böden vertragen, sollten Sie sich einen kleinen Abhang im Garten modellieren, auf dem Sie den Steingarten dann anlegen. Am besten ist es natürlich, wenn Ihr Grundstück bereits an einem Hang liegt. Falls Sie einen lehmigen Boden im Garten haben, können Sie in diesen Sand einarbeiten, bei feuchten Böden kann Splitt oder Kies eingebaut werden. Sollten Sie erwägen, dass Sie noch einen kleinen Bachlauf einbauen möchten, überlegen Sie gründlich, wie dieser verlaufen soll und auch die Steinauswahl in Betracht ziehen.
- Bei einer größeren Fläche als Steingarten können Sie ruhig ein paar große Findlinge setzen, das wirkt großzügig und offen. Steine in dieser Größe sollten Sie zu 1/3 eingraben, somit entsteht der Eindruck eines felsigen Bodens. Runde Steine wirken einzeln aber auch in der Gruppe allgemein harmonischer als spitze Steine. Bei der Steinplatzierung lassen Sie sich, wenn möglich, viel Zeit. Später einmal die schweren Steine zu versetzen ist viel anstrengender und ärgerlicher, als wenn Sie mal einzelne Pflanzen oder Gewächse umpflanzen wollen.
- Den Boden des Steingartens können Sie jetzt mit feinem Kies bedecken und anlegen, den Sie etwas ins Erdreich einstampfen. Zur Auftragung von Gartenerde empfiehlt sich lockere Erde, am besten mit reifem Kompost gemischt. Um zu etwas Bodenfeuchtigkeit zu gelangen, tragen Sie auf dem Erdboden eine dünne Mulchschicht auf.
- Nun können Sie mit dem Bepflanzen des angelegten Steingartens beginnen. Es eignen sich als Bodenbepflanzung zum Beispiel die Polsterstaude, als etwas höhere Bedeckung die Fetthenne oder ein Zwerggehölz. Sie können sich entscheiden zwischen der Karpatenglockenblume, dem Teppich-Phlox, dem Polsterseifenkraut, Quendel und dem stengellosen Enzian. Aus dem Zwiebel-und Knollenbereich zwischen Winterling, Traubenhyazinthe und dem Schneestolz, aus dem Gehölz zwischen Alpenazalee, Johanniskraut und Zwergwacholder und aus der Gräsergruppe zwischen Rispengras, Blauschwingel und dem Lampenputzergras.