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Anhörung im Bußgeldverfahren - worauf Sie achten sollten

Ein Bußgeldverfahren, z. B. weil ein Verkehrssünder das Rotlicht einer Ampel missachtet oder die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hat, setzt immer eine Anhörung voraus.

Die Anhörung im Bußgeldverfahren sollten Sie vermeiden, um sich nicht selbst zu belasten!
Die Anhörung im Bußgeldverfahren sollten Sie vermeiden, um sich nicht selbst zu belasten!

Was Sie benötigen:

  • Geduld
  • Ausdauer

Sollten Sie gegen Verkehrsregeln verstoßen haben und ist nun ein Bußgeldverfahren zu erwarten, sollten Sie unbedingt ein paar nützliche Hinweise befolgen, bevor Sie einen Anhörungsbogen ausfüllen.

Hinweise für die Anhörung im Bußgeldverfahren

  • Bevor ein Bußgeldverfahren eingeleitet wird, schickt man Ihnen einen Anhörungsbogen zu. Dieser Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren hat den Zweck, dass Sie zu dem Vorwurf Stellung nehmen können.
  • Eine Anhörung im Bußgeldverfahren kann auch durch die Polizei, etwa nach einem Unfall am Unfallort geschehen. Machen Sie am Unfallort keine Angaben und unterschreiben Sie keine Formulare. Es könnte sein, dass Sie nach einem Unfall unter Schock stehen und den Unfallhergang nicht richtig wiedergeben können. Ein Anhörungsbogen wird dagegen versendet, nachdem eine Kennzeichenanzeige erfolgt. Sie müssen auch bei dem Anhörungsbogen keinesfalls Angaben zur Sache machen. Es genügt, wenn Sie Angaben zu Ihrer Person machen. Sie müssen keine Aussagen über die Sache machen, da Sie so auch nicht auf die Person des Fahrers hindeuten und die Chance besteht, dass, wenn unklar ist, wer das Fahrzeug tatsächlich gefahren ist, das Verfahren wegen der Nichtermittlung des tatsächlichen Fahrers nach drei Monaten verjährt.
  • Die Bußgeldstelle und die Polizei wird, nachdem Sie nicht auf den Anhörungsbogen reagiert haben oder den Vorwurf, zur Tatzeit das Auto gefahren zu haben, bestritten haben, Ihnen eine Vorladung oder einen weiteren Anhörungsbogen zuschicken. Danach werden Familienmitglieder, Arbeitskollegen oder Nachbarn des Fahrzeughalters befragt. Der Fahrzeughalter wird unter Umständen zu Hause aufgesucht oder er bekommt eine Vorladung und muss auf das Polizeirevier kommen. Vor Ort wird dann das Foto im Personalausweis mit dem Messfoto verglichen.  
  • Klären Sie unbedingt Ihre Familienmitglieder und Kollegen darüber auf, dass diese das Zeugnisverweigerungsrecht haben und nicht verpflichtet sind, der Polizei Auskunft zu geben.
  • Wollen Sie den Anhörungsbogen ausfüllen, so machen Sie vorab keine Angaben zur Sache, sondern holen den Rat eines Strafverteidigers ein. Belasten Sie sich keinesfalls selbst und setzen darauf, dass die Behörde nicht nachweisen kann, dass Sie gefahren sind.
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