- 27.01.2012 Anna Schmidt
Was Ihr Kind bewegt und was es in der Schule erlebt, erfahren Sie am besten, wenn es dafür ausreichende Gesprächszeiten gibt und Sie Ihr Kind auch einmal direkt danach fragen. Denn viele Kinder verheimlichen ihre Probleme erst einmal lieber.
Angst sollte nicht den Schulalltag beherrschen
- Lerndruck und Leistungserwartungen in der Schule empfinden viele Kinder als sehr hoch. Daher sollten Sie alles tun, damit nicht noch zusätzliche Stressfaktoren für Ihr Kind hinzukommen.
- Sicher wird es Lehrer geben, mit denen Ihr Kind besser oder schlechter zurechtkommt - wie auch die Lehrer mit manchem Schüler.
- Wenn Ihr Kind allerdings in einem Schulfach, in dem es bislang gute Noten erzielt hat, plötzlich "abrutscht", kann das auch am Lehrer liegen. Bevor Sie das Gespräch mit dem Lehrer suchen, sollten Sie Ihr Kind danach fragen, ob dies am methodischen Vorgehen des Lehrers oder am Verhältnis Ihres Kindes zu ihm liegen könnte.
- An Methodik und Didaktik des Lehrers werden Sie nicht viel ändern können. Gibt es jedoch Probleme im Verhältnis zum Lehrer, sollten Sie zu klären versuchen, wer daran welchen Anteil hat.
Das Gespräch mit dem Lehrer suchen
- Wenn Ihr Kind Angst vor einem bestimmten Lehrer hat, sollten Sie zunächst klären, auf welche Situationen sich diese Angst bezieht. Sind es Situationen innerhalb des Unterrichts oder haben sie vielleicht mit dem Unterricht nichts zu tun?
- Stellt der Lehrer Ihr Kind also beispielsweise auch dann vor der Klasse an die Tafel, wenn es sich am liebsten unter der Bank verkriechen würde?
- Oder gibt es Situationen auf dem Schulhof, in denen Ihr Kind Angst vor dem Lehrer hat?
- Nicht jeden Lehrer muss Ihr Kind lieben, doch wenn die Angst vor einem bestimmten Lehrer zu stark wird, sollten Sie das Gespräch mit ihm suchen. Vielleicht ist ihm gar nicht bewusst, welche Auswirkungen sein Verhalten hat.
- Auf jeden Fall sollten Sie Ihrem Kind das Gefühl geben, dass Sie seine Sorgen und Nöte ernst nehmen und es damit nicht im Stich lassen.
Angst vor einem Lehrer kann belastend sein. Damit Sie als Eltern davon überhaupt erfahren, sollten Sie Ihrem Kind das Gefühl geben, immer ein offenes Ohr für es zu haben.