Angemessenes Taschengeld - so entscheiden Sie als Eltern

Angemessenes Taschengeld sieht anders aus. Angemessenes Taschengeld sieht anders aus.
Über das erste Taschengeld freut sich jedes Kind. Zudem lernt das Kind durch ein angemessenes monatliches oder wöchentliches Taschengeld den Umgang mit Geld. Verantwortungsbewusste Eltern machen sich über den Betrag, den sie ihrem Kind zur Verfügung stellen möchten, ausreichend Gedanken.
Daniel Schaffert
01.09.2011 Daniel Schaffert
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Die Höhe des Taschengelds ist für Eltern oft schwer festzulegen und unter Kindern und Jugendlichen ein häufiges Gesprächsthema. Aufgabe der Eltern ist es, einen angemessenen monatlichen Betrag zu finden, der weder zu hoch, noch zu niedrig kalkuliert ist. Kinder und Jugendliche, die viel weniger Geld monatlich zur Verfügung haben, als Gleichaltrige, werden häufig schnell zu Einzelgängern, da sie hier und da nicht mithalten können. Bekommt Ihr Kind jeden Monat einen sehr hohen Betrag, verlernt es rasch den Umgang mit Geld, da es sich alles leisten kann, was es möchte. Später fällt es dem Kind dann schwer, auf eigenen Beinen zu stehen. Aus diesem Grund ist ein angemessenes Taschengeld notwendig.

Angemessenes Taschengeld - Tabelle zur Orientierung

  • Schulkinder bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres sollten nicht mehr als fünf Euro monatlich bekommen. Hier empfiehlt sich auch eine wöchentliche statt monatliche Zahlung von etwa einem Euro.
  • Für Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren beträgt ein angemessenes Taschengeld in etwa zehn Euro im Monat, jedoch nicht weniger als fünf und nicht mehr als fünfzehn Euro.
  • Ab elf Jahren sollten Sie den monatlichen Betrag jährlich um etwa drei bis vier Euro erhöhen. Höhere bzw. niedrige Beträge lägen über bzw. unter dem Durchschnitt und können somit nicht mehr als ein angemessenes Taschengeld bezeichnet werden.
  • Ab 18 Jahren können Sie das Taschengeld Ihres Kindes auf 50 bis 70 Euro im Monat erhöhen, sofern es sich noch nicht in einem Ausbildungsverhältnis befindet. Andere Beträge sind auch hier außerhalb eines angemessenen Durchschnitts.

So setzen Sie den Betrag sinnvoll fest

  • Als verantwortungsbewusste Eltern sollte Sie das Taschengeld dem Alter des Kindes angleichen und den monatlichen Betrag von Zeit zu Zeit erhöhen. Sinnvoll wäre es, das Taschengeld mit jedem Geburtstag um einen bestimmten Betrag zu erhöhen. Ihr Kind lernt somit, Stück für Stück mehr Eigenverantwortung im Umgang mit Geld zu tragen.
  • Anstatt sich auf einen festvereinbarten Betrag festzulegen, können Sie als Eltern die Höhe des Taschengelds jeden Monat neu definieren. Dies ist besonders für kleinere Kinder empfehlenswert. Legen Sie zum Beispiel eine Summe von 20 Euro im Monat an. Hat Ihr Kind in diesem Monat viel im Haushalt mitgearbeitet, die Hausaufgaben sofort erledigt oder gute Noten mit nach Hause gebracht, wird der Betrag um ein paar Euro erhöht. Bei wenig Fleiß können Sie den Betrag etwas mindern.
  • Eine schwierige Frage für die Eltern ist diejenige, ab welchem Alter man seinem Kind ein angemessenes Taschengeld zur Verfügung stellt. Grundsätzlich empfiehlt sich hier, mit dem Eintritt in die Schule damit zu beginnen, da Ihr Kind ab dem Schulbeginn das erste Mal in seinem Leben mit eigenverantwortlichem Handeln konfrontiert wird. Kleinkinder, die kein Zahlenverständnis besitzen, können mit Geld nichts anfangen.

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