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Anbei sende ich - diese überholten Floskeln vermeiden Sie so

Ein moderner Briefstil verlangt heute die Anpassung der richtigen Anrede bis zum modernen Gruß, sodass überholte Floskeln wie „anbei sende ich“ nicht mehr notwendig sind. Der Empfänger soll überflüssige Wörter gar nicht mehr vorfinden. Allein schon eine ansprechende Einleitung kann eine gewisse Spannung erzeugen, sodass der Leser am anschließenden Text interessiert ist, und die vorgefundene Mitteilung auf einen versierten, modernen Verfasser schließen lässt.

Veraltete Floskeln durch modernen Briefstil ersetzen.
Veraltete Floskeln durch modernen Briefstil ersetzen.

Was Sie benötigen:

  • Textinhalt
  • Deutschkenntnisse
  • Kenntisse über aktuelle Formulierungen
  • Rechtschreibkenntnisse
  • Erfahrung in Korrespondenz
  • Kommunikationsstil

Floskelbeispiel „anbei sende ich“ durch moderne Ausdrucksweise ersetzen

  • Passen Sie sich dem heutigen Briefstil an und vermeiden Sie veraltete Floskeln und Wortspiele. Sie sollten klare und eindeutige Formulierungen sowohl im Textanfang als auch im Grußteil verwenden, damit der Leser gleich versteht, was Sie sagen wollen.
  • Schreiben Sie so sachlich wie möglich, denn damit vermeiden Sie veraltete Floskeln. Beispiele wie „diesbezüglich“, "anbei", „Zuhilfenahme“, „in Abzug bringen“, „baldmöglichst“, „zur Verfügung stehen“ sowie „Bezug nehmen“ sollten heute in keinem modernen Geschäftsbrief mehr vorkommen.
  • Für den Hinweis auf Anlagen könnten Sie folgende Beispielformulierungen verwenden: „Wie bereits am (…) besprochen, senden wir Ihnen“, „Sie erhalten das gewünschte Prospektmaterial usw.“, „Weitere Details entnehmen Sie bitte dem …“, „Die (aktuellen Unterlagen, Angebote, Formulare etc.) sind beigelegt“, „Kopien legen wir bei“, „Wir senden Ihnen eine kurze Zusammenfassung der Eckpunkte usw.“.
  • Die Formulierung “als Anlage lassen wir Ihnen ...“ oder "anbei sende ich" gilt als veraltet und sollte unbedingt ersetzt werden. Vermeiden Sie also in Zukunft diese leeren Worthülsen in Ihren Briefen und versuchen Sie, sich unverkrampft auszudrücken.

Verbesserungsvorschläge für alte Formulierungen 

  • Dass Sie in Ihrem Schreiben eine Vereinbarung in einem geführten Telefongespräch erwähnen möchten, braucht heute nicht mehr als „bezugnehmend auf das Telefonat vom …“ geschrieben werden. Besser klingt es, wenn Sie mit „Herzlichen Dank für das informative Telefongespräch“ oder „vielen Dank für die gesendeten Unterlagen“ im Brief Anerkennung äußern und auf die Vereinbarung verweisen wollen.
  • Auch Fragesätze bringen Frische in den Schriftverkehr und machen das Geschriebene lebendiger. So sollten Sie heute nicht mehr „Wir hoffen, dass Ihnen unser Angebot zusagt“ schreiben. Besser klingt der Fragesatz: Sind Sie von unserem Angebot überzeugt?
  • Auch die Floskel „Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung“ ist zu lang und sollte durch „Für Fragen erreichen Sie uns unter …“ oder „Ihre weiteren Fragen beantworten unsere Mitarbeiter gern“ ersetzt werden. Sie sollten sich stets kurz und psychologisch geschickt fassen.
  • Schreiben Sie in einer Einleitung konkret, worum es sich handelt. Beachten Sie auch, dass ein Brief – egal ob geschäftlich oder privat – mit vielen Hauptwörtern bürokratisch und schwerfällig wirkt. Mit Verben ersetzte Nomen klingen flüssiger. So sollten Sie die Nachsilbe „-ung“ einfach durch geeignete Ausdrücke austauschen, denn „Überprüfung“ klingt nicht so gut wie „prüfen“.

Freundlichkeit trotz Floskelvermeidung berücksichtigen

  • Wenn Sie dem Empfänger einen freundlich verfassten Brief senden, spricht dieser ihn mehr an als ein sachlich formuliertes, unpersönliches Schreiben.
  • Gehen Sie also stets auf die Wünsche des Empfängers ein und zeigen Sie Verständnis für die jeweilige Situation. Verzichten Sie auf die Hilfsverben „würde“, „könnte“ sowie „möchte“.
  • Beabsichtigen Sie sich zum Beispiel für eine Anfrage zu bedanken, dann tauschen Sie die alte Floskel „für Ihre Anfrage möchten wir uns bedanken“ durch den Beispielsatz „Für Ihre Anfrage danken wir Ihnen“ aus.
  • Denken Sie bei der Wortwahl daran, dass Ihr Briefpartner gleichberechtigt sein sollte und auch negative Inhalte sich besser positiv ausgedrückt erfassen lassen. Verzichten Sie also auf Belehrungen, die den Empfänger (Kunde, Vertragspartner etc.) verärgern. Schlagen Sie eventuell Alternativen zur Regulierung vor, indem Sie zum Beispiel einen Fragesatz wie „Was halten Sie von diesem Vorschlag?“ anbieten. Denken Sie sich an die Empfindungen des Adressaten hinein. Trotzdem sollten Sie die Korrespondenz überzeugend gestalten.
  • Gliedern Sie nach wie vor Ihren Geschäftsbrief in drei Teile und beginnen Sie mit einer interessanten Einleitung. Auch den Hauptteil sollten Sie präzise und verständlich formulieren. Wenn Sie dann einen ansprechenden Schlusssatz wählen, ist Ihr Schriftstück gelungen.

Lassen Sie Überflüssiges weg, denn die Zeiten, in denen Sie inhaltlich formale Dinge eines Briefes herausstellen mussten, sind vorbei. Fragen Sie sich, wie Sie auf den Inhalt reagieren würden. Ist Ihr Gefühl auf die eigenen Formulierungen eher negativ, dann sollten Sie das Schreiben noch einmal überarbeiten, um eine bessere Ausdrucksweise zu wählen.

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