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Anatomie - der Ischiasnerv kurz skizziert

Der Ischiasnerv ist in der Anatomie als der längste Nerv des menschlichen Körpers bekannt, während er den meisten Menschen eher ein Begriff ist aufgrund der Beschwerden, die er manchmal verursacht.

Der Ischiasnerv versorgt das Bein und den Fuß.
Der Ischiasnerv versorgt das Bein und den Fuß.

Anatomie des längsten Körpernervs

  • Der Ischiasnerv wird in der Anatomie Nervus ischiadicus genannt. Sein Name bedeutet in etwa Sitzbeinnerv und ist damit angelehnt an einen Teil des Hüftknochens, das Sitzbein (Os ischii). 
  • Der Nerv entspringt, wie so viele Nerven des Menschen, dem Rückenmark. Aus verschiedenen Segmenten des Rückenmarks, die sich auf Höhe der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins befinden, treten Nervenbahnen aus. 
  • Diese Nerven treffen sich in einem Nervengeflecht, dem Plexus lumbosacralis. Hier werden Nervenstränge ausgetauscht, und zu den Nerven zusammengefasst, die weiter in verschiedenen Körperregionen ziehen. 
  • Von hier zieht der Ischiasnerv durch eine Öffnung im Beckenknochen, das Foramen ischiadicum majus, an die Rückseite des Oberschenkels. 

Weg und Funktionen des Ischiasnervs im Bein

  • Auf seinem Weg durch den das Bein entsendet der Ischiasnerv bereits Nerven, die verschiedene Bereiche des Oberschenkels versorgen. 
  • Oberhalb der Kniekehle teilt er sich in zwei kleinere Nerven auf, den Nervus tibialis communis (gemeinsamer Wadennerv), und den Nervus fibularis (Schienbeinnerv) auf. Diese beiden Nerven versorgen den Unterschenkel und den Fuß. 
  • Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in der Anatomie der Ischiasnerv zwar als eigenständiger Nerv gehandhabt wird, während es tatsächlich so ist, dass die beiden entspringenden kleineren Nerven bereits ab dem Nervengeflecht getrennt voneinander existieren, und nur von einer bindegewebigen Hülle zusammengefasst werden. 
  • Die im Ischias und seinen Nachfolgern enthaltenen Nerven leiten einerseits Signale vom Gehirn zu den Muskelfasern. Andererseits informieren sie das Gehirn über den Zustand der Muskeln und leiten Empfindungen der Haut an es weiter. 
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