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AMD - was ist das?

AMD - diese Buchstabenfolge taucht im Zusammenhang mit Computern immer wieder auf. Viele Laien fragen sich, was das ist. Die Antwort ist simpel: Es handelt sich um ein kalifornisches Unternehmen.

Prozessoren in PCs stammen häufig von AMD.
Prozessoren in PCs stammen häufig von AMD.

AMD - ewiger Intel-Konkurrent

Bereits 1969 wurde die Firma AMD in Kalifornien gegründet. In den Siebzigern versorgte sie bereits Unternehmen mit Speicherchips und anderen Halbleitermodulen. Doch mit dem Aufkommen des Privat-PCs in den späten Achtzigern und Neunzigern geriet AMD immer mehr ins Hintertreffen. Der Grund ist, dass der Betriebssystem-Vorreiter Windows seit jeher eng mit dem AMD-Konkurrenten Intel zusammenarbeitet. Dieser hat sich daher früh auf die Ausstattung von Personal-PCs mit schnellen und stromsparenden Prozessor-Chips spezialisiert. Intel ist nicht nur viel bekannter, sondern auch größer und finanziell besser ausgestattet als AMD. So hat es sich ergeben, dass der Konkurrent schon seit vielen Jahren ständig hinterher hinkt. Dennoch setzen viele Gamer auf Chips von AMD. Doch welche Lösung ist nun besser?

Was ist für Gamer der bessere Chip?

  • Zunächst gilt: Wenn Sie kein Gamer sind, sondern Ihren PC für Internet, Textverarbeitung und andere alltägliche Tätigkeiten nutzen, sollten Sie auf Intel setzen. Der Grund ist, dass die Prozessoren von Intel im alltäglichen Gebrauch ausreichend schnell sind und wenig Strom verbrauchen.
  • Wenn Sie am PC vornehmlich spielen, ist die Wahl zwischen Intel und AMD eine Glaubensfrage. Der Großteil der Gamer tendiert ebenfalls zu Intel. Der Grund ist, dass der Vorreiter gegenüber AMD mit einem ausgereifteren Cache-System arbeitet.
  • Sowohl die modernen Prozessoren von AMD als auch die von Intel arbeiten mit Mehrkernsystemen, und es gilt, dass ein großer und guter Cache (oder mehrere davon) hilft, die Kerne effizient parallel arbeiten zu lassen. Im Klartext bedeutet das: Ein guter Cache sorgt bei aufwendigen Programmen oder mehreren Programmen zugleich für eine bessere Performance.
  • Doch der Cache ist nicht alles - für viele zählt auch der Preis. Hier muss man zugeben, dass AMD deutlich günstiger ist als Intel. Gute Prozessoren sind meist um die 100 € zu haben, bei Intel werden im Schnitt 20 bis 30 € mehr fällig. Gerade für junge Spieler, die sich den PC vom Taschengeld absparen, macht dieser Unterschied viel aus.
  • Dazu kommt, dass Kritik an den Prozessoren von AMD "Meckern auf hohem Niveau" ist, denn auch wenn die Produkte des Herstellers nicht aus ausgereift wie die von Intel sind, muss auf dem PC viel passieren, damit sie ins Stocken geraten. Das heißt: Auch wenn Sie ein großes Spiel spielen, dieses mitfilmen und vielleicht parallel chatten, sollten die günstigeren Prozessoren keine Probleme machen.
  • Wirklich eindeutig wird der Sieg von Intel dagegen im High-end-Bereich, denn AMD bietet keine höchstwertigen CPUs an. Das bedeutet, dass Sie Ihren PC nicht weiter aufrüsten können, wenn Sie erst den FX-6100 oder ein vergleichbares Produkt (Stand 06/2014) verwenden. Hier zeigt sich, dass Intel einfach andere Möglichkeiten hat und finanziell stark genug ausgerüstet ist, um High-end-Produkte in kleineren Mengen effizient anzubieten.

Grafikkarten von AMD

Neben Prozessoren ist AMD auch ein bekannter Hersteller qualitativ hochwertiger Grafikkarten. Diese stammen jedoch nicht aus dem eigenen Hause. Vielmehr hat AMD die Marke ATI aufgekauft, vielen bekannt von den ATI Radeon-Grafikkarten, die ebenfalls vor allem bei Gamern beliebt sind. Nach der Übernahme vertrieb AMD die Karten zunächst unter dem alten Namen, führte aber dann die Marke AMD Radeon ein. Die Grafikkarten gelten als schnell und präzise, sie konkurrieren auf dem Markt vor allem mit Prodkten von nVidia. Fazit: AMD ist günstig und reicht für viele Gamer-PCs aus. Die Radeon-Grafikkarten sind für viele Spieler ein Muss. Intel ist im Bereich der Prozessoren Marktführer und Vorreiter und somit der Liebling aller Technik-Fans.

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