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Aluminium gebürstet, nicht eloxiert - eine Erklärung des Unterschieds

Neben seiner Eignung als Konstruktionsmaterial hat sich Aluminium auch als Zierelement beliebt gemacht. Wie bei anderen Metallen auch, gibt es die Oberfläche gebürstet oder auch eloxiert sowie Mischtechnologien. Wie Sie die Behandlung erkennen und die richtige Wahl treffen, will Ihnen die Anleitung erläutern.

Aluminium gefällt, gebürstet wie auch eloxiert.
Aluminium gefällt, gebürstet wie auch eloxiert. © Markus_Thomas / Pixelio

Aluminium ist kein Edelmetall

  • Man kann Aluminium vielseitig verwenden, es ist vor allem leicht, lässt sich gut bearbeiten und es ist relativ beständig. Für die Umwelt bzw. die Energiebilanz hat es keinen so guten Ruf. Die Herstellung von Alu verschlingt immense Mengen an Energie.
  • Gegen aggressive Medien ist Aluminium leider anfällig, es oxidiert gern und schnell und wird von Säuren oder Laugen zerstört. Deshalb wird Alu auch oft mit einer veredelten Oberfläche ausgestattet, die auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden kann. Dabei ist gebürstet eher als Effekt einzustufen, weniger als Schutz.

Alu, gebürstet, eine kostengünstige Veredelung

  • Nicht jedes Aluminium hat die gleichen Eigenschaften. Es ist immer auch eine Frage des Zwecks, welche Eigenschaften für welchen Bestimmungsort gewünscht werden. Zum Herstellen von Blechen, die gebürstet werden können, eignet sich ein festeres Material besser.
  • Die Technologie ist einfach mechanisch, wie der Name schon sagt. Die Oberfläche wird mit leicht kratzenden Bürsten in nur einer Richtung bearbeitet, sodass sich ein Effekt einstellt, der mit einem gekämmten Rasen vergleichbar ist. Die Oberfläche erscheint in einer Betrachtungsrichtung dunkler, als in der gegenüberliegenden.
  • Eine gebürstete Oberfläche kann auf verschieden vorbehandeltem Aluminium hergestellt werden. Je nach Härte des Materials werden unterschiedlich harte und dichte Bürsten verwendet. Für ein optimales Ergebnis ist es notwendig, dass der Arbeitsgang in einem Zug erfolgt, ohne abzusetzen oder die Richtung zu ändern.

Alu, eloxiert, die anodische Variante 

  • Ist eine Aluoberfläche eloxiert, hat sie eine hohe Widerstandskraft gegen Umwelteinflüsse. Sie ist hart und bedarf keiner besonderen Pflege. Die Oxidschicht darf aber nicht beschädigt werden. Zum Eloxieren benötigt man Elektroenergie und ein Elektrolyt. Dabei ist das Aluminium immer die Anode im Gleichstrombad, deshalb auch die Bezeichnung "anodisieren".
  • Bevor das Aluminium eloxiert werden kann, muss es gründlich abgebeizt werden. Dann kommt es in ein Bad mit einer Säure. Die Elektrolyse zerlegt das Wasser im Oxonium der Säure und beschleunigt so die Oxidation. Der Vorgang kann auch zu Hause mit einer einfachen Installation und dem entsprechenden Material nachvollzogen werden.
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