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Alu biegen - so geht's beim Casemodding

Beim Casemodding werden viele beim Alubiegen vor ein Problem gestellt. Natürlich gibt es dafür auch Maschinen, aber für den Hausgebrauch ist eine Anschaffung wenig sinnvoll und in der Regel gar nicht erforderlich. Denn mit relativ einfachen Mittel geht dies auch so.

Durchs Alubiegen zum neuen Gehäuse.
Durchs Alubiegen zum neuen Gehäuse.

Was Sie benötigen:

  • Schraubzwingen
  • Alublech
  • 2 Holzbretter min. 15 mm Dicke u. Länge des Blechs
  • 1 kleiner Holzbalken 50x50 mm, Länge des Blechs
  • Gummihammer

So können Sie Alu biegen

Wichtig ist, bevor Sie Alu biegen, das richtige Ausgangsmaterial zu besorgen. Aluminiumblech mit 1,5 mm Stärke ist schwieriger zu bearbeiten. Ideal sind 0,8 mm Stärke. Eine Stärke von 0,5 mm ist zwar schon recht dünn, aber dafür einfacher zu biegen.

  1. Wählen Sie eine gute Arbeitsunterlage, um das Alublech zu fixieren. Ideal ist ein Werktisch, ein robuster Holztisch tut es aber auch. Möchten Sie rechtwinklig biegen, sollte die Tischkante nicht abgerundet sein. Für einen Radius können Sie ein Brett (min. 15mm) mit entsprechend abgerundeter Kante unter das Blech legen.
  2. Legen Sie das Brett so auf den Tisch, dass die Stelle, an der die Falz entstehen soll, also gebogen wird, genau auf der Tischkante liegt, bzw. auf einem Brett, das mit der Tischkante abschließt, wenn Sie den Tisch schonen wollen. Das Brett sollte mindestens so lang sein, wie das darauf liegende Blech.
  3. Legen Sie einen Holzbalken auf das Blech. Dieser sollte mindestens eine Stärke von 50 mm haben und so lang oder etwas länger wie das Blech sein.
  4. Nun fixieren Sie alles mit zwei Metall-Schraubzwingen am Tisch. Diese müssen gut fest gezogen werden.
  5. Nehmen Sie ein stabiles Brett, legen es auf das über die Tischkante herausragende Blechstück und fangen mit dem Alu biegen an. Hierzu werden beide Hände verwendet. Sie sollten einen gleichmäßigen Druck ausüben und langsam vorgehen. Zur Not können Sie etwas mit einem Gummihammer nachhelfen. Es sollten kurze, trockene Schläge entlang des gesamten Brettes sein. Biegen Sie immer weiter, bis der gewünschte Winkel erreicht ist.

Kleine Tricks helfen beim Biegen

  • Üben Sie an Reststücken, bevor Sie sich an das Hauptstück wagen. Das gibt Ihnen Sicherheit und macht Sie mit dem Material vertraut.
  • Stellen Sie fest, dass das Alublech zu dick ist und Sie es nicht richtig biegen können, kann es helfen, dieses entlang der Biegestelle vorsichtig mit einem Tapetenmesser entlang einem Metalllineal einzuritzen. Das hilft eine saubere Kante zu bekommen. Hierbei ist aber äußerste Vorsicht angebracht, sonst bricht das Blech zu leicht. Daher ist es besser, dies auch vorher zumindest ein bis zweimal zu üben.
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