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Altenpflegehelferin - Verdienst

Als ausgebildete Altenpflegehelferin ist es nicht schwer, eine Stelle zu finden. Aber wie sieht es mit dem Verdienst aus?

Sensibilität ist wichtig im Umgang mit alten Menschen
Sensibilität ist wichtig im Umgang mit alten Menschen

Haben Sie gerne mit anderen Menschen zu tun? Können Sie insbesondere auf alte Menschen einfühlsam eingehen? Verlieren Sie auch in stressigen Situationen nie die Nerven? Kommen Sie mit unterschiedlichen Arbeitszeiten, Wochenend- und Nachtdiensten gut zurecht? Wenn Sie diese Fragen mit "Ja" beantworten können, ist der Beruf der Altenpflegehelferin für Sie eine berufliche Option.

Ausbildung und Tätigkeit als Altenpflegehelferin

  • Als Altenpflegehelferin können Sie in Seniorenheimen, Pflegeheimen, Rehabilitations- und Pflegekliniken, in Wohngruppen oder bei Pflegediensten arbeiten. Sie sind den Altenpflegern direkt unterstellt und helfen bei der Pflege und Betreuung der Senioren.
  • Die Aufgaben richten sich im Einzelnen nach der Einrichtung und danach, wie gebrechlich die betreuten Senioren sind. Zu den Tätigkeiten gehört beispielsweise das Servieren der Mahlzeiten, die Ausgabe ärztlich verordneter Medikamente oder Hilfe bei der Körperpflege. Weiter sind Verwaltungsaufgaben zu erledigen, Gespräche mit Angehörigen zu führen, Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten zu organisieren oder Behördengänge zu erledigen. 
  • Eine der wichtigsten Aufgaben, für die aufgrund des Mangels an Pflegekräften oft zu wenig Zeit bleibt, sind Gespräche mit den alten Menschen. Viele Senioren sind einsam und bekommen selten Besuch. Sie freuen sich meist sehr, wenn sich jemand um sie kümmert.
  • Die Ausbildung können Sie an Altenpflegeschulen absolvieren. Sie dauert in Vollzeit ein Jahr, in Teilzeit zwei Jahre. Wenn Sie in der Prüfung mindestens die Abschlussnote "befriedigend" erreichen, können Sie sich in weiteren zwei Jahren zur staatlich anerkannten Altenpflegerin weiterbilden.
  • Für die Zulassung zur Ausbildung setzen die meisten Bundesländer den Hauptschulabschluss voraus, einige den mittleren Bildungsabschluss. Daneben sind kommunikative Fähigkeiten, physische Belastbarkeit und Einfühlungsvermögen notwendig.

Der Verdienst während und nach der Ausbildung

  • Nicht in jedem Bundesland besteht Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung. Einige Schulen erheben sogar Schulgeld. 
  • Der Verdienst nach der Ausbildung ist sehr bescheiden. Abhängig von Bundesland und Einrichtung können Sie mit einem Einstiegsgehalt von 1.000 Euro bis 1.300 Euro brutto rechnen (Stand Juni 2013). Hinzu kommen Zuschläge für Wochenend- und Nachtdienste. Mit zunehmender Berufserfahrung erhöht sich der Verdienst sukzessive.
  • In öffentlichen Einrichtungen sind die Gehälter tariflich geregelt. Wenn Sie in privaten oder nicht tarifabhängigen Einrichtungen arbeiten, können Sie das Gehalt selbst verhandeln.
  • Sollten Sie sich für eine Weiterbildung zur Altenpflegerin entscheiden, tragen Sie eine höhere Verantwortung und verdienen auch mehr - anfangs zwischen 1.900 Euro und 2.200 Euro brutto.
  • Reich werden Sie also nicht in der Altenpflege. Dafür üben Sie eine sinnvolle und wertvolle Tätigkeit, mit der Sie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.
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