- 13.12.2011 Erika Rieger
Alte Rosen werden oft auch als historische Rosen bezeichnet. Gemeint sind damit Strauchrosen, die vor oder um 1900 gezüchtet wurden. Sie können eine Höhe von bis zu 2,50 Metern erreichen und auch ebenso breit werden. Ihren typischen Charakter behalten die Rosen nur, wenn sie möglichst wenig geschnitten werden. Bei der Pflanzung sollten Sie also schon bedenken, dass die Sträucher sehr ausladend werden und ihnen deshalb genügend Raum im Garten geben. Am besten kommen alte Rosen in Einzelstellung zur Geltung, gern in Begleitung von Stauden und Gräsern. Viele Wildrosenarten zählen ebenfalls zu den alten Rosen. Abgesehen von einigen wenigen Sorten sind die meisten alten Rosen nicht remontierend.
Warum alte Rosen pflanzen?
- Für die Pflanzung alter Rosen sprechen vor allem ihr schöner Wuchs und die reiche Blüte. Die meisten alten Rosen blühen nur einmal. Diesen vermeintlichen Nachteil machen sie jedoch durch überreichen Blütenflor wett.
- Historische Rosen erweisen sich als ausgesprochen robust gegenüber den typischen Rosenkrankheiten. Sollte es doch einmal zu einem Befall mit Rosenrost oder Mehltau kommen, gesunden viele dieser Rosen aus eigener Kraft.
- Alte Rosen blühen zwar nur einmal, bieten aber im Herbst mit vielen leuchtend roten Hagebutten einen erneuten Blickfang. Die Hagebutten lassen sich in der Küche zu Mus oder Likör verarbeiten. Wildrosenhecken dienen darüber hinaus als Vogelnährgehölz.
Tipps zum Pflanzen und Pflegen alter Rosen
- Alte Rosen entfalten sich am besten in Einzelstellung, sie lassen sich aber durchaus auch mit attraktiven Stauden oder anderen Rosen kombinieren.
- Gesellen Sie zu der runden Form der Rosenblüten kerzenförmige Blüten wie Rittersporn oder Salbei. Sehr schön ist auch die Kombination mit Taglilien oder Gräsern. Spielen Sie mit Farben und Formen.
- Pflanzen Sie nicht zu dicht, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
- Gepflanzt werden die Rosen entweder im zeitigen Frühjahr oder ab Oktober, solange der Boden frostfrei ist. Pflanzen Sie die Rosen so, dass die Veredelungsstelle 5 Zentimeter mit Erde bedeckt ist, und geben Sie etwas reifen Kompost mit in das Pflanzloch. Gießen Sie nach der Pflanzung mehrmals durchdringend.
- Alte Rosen sollten nur wenig geschnitten werden, da sie an zwei- und mehrjährigem Holz blühen. Entfernen Sie in den ersten Jahren nach der Pflanzung nur totes oder krankes Holz. Ältere Exemplare schneiden Sie im Winter. Schneiden Sie dafür ein Fünftel aller alten Triebe bodennah ab, um die Bildung neuer Triebe anzuregen.
Alte Rosen gehören zu den Lieblingen des Gärtners, obwohl sie nur kurze Zeit blühen. Pflanzen Sie zu einer alten Rose eine oder mehrere moderne, öfter blühende Strauchrosen, die die Blütezeit im Beet verlängern.