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Altdeutsche Schäferhunde - Wissenswertes zur Rasse

Schäferhunde sind nach wie vor sehr beliebt. Sie werden außer im Polizei- und Rettungsdienst auch vermehrt in Familien gehalten. Altdeutsche Schäferhunde sind für Familien besonders geeignet, da sie über ein gebremstes Temperament verfügen. Was es sonst noch über diese Rasse zu wissen gibt, lesen Sie in folgendem Artikel.

Auch die Altdeutschen Schäferhunde sind sehr beliebt.
Auch die Altdeutschen Schäferhunde sind sehr beliebt. © Jaelle / Pixelio

Allgemeines über die Schäferhunde

  • Schäferhund ist ein Oberbegriff für die zum Hüten von Tierherden speziell gezüchteten Hunde. Jedes Land hat seine eigene Version des Schäferhundes. Ursprünglich waren diese Hunde sehr groß und stark. Sie wurden nicht nur zum Hüten von Schafherden eingesetzt, sondern konnten auch Kuhherden unter Kontrolle halten. Sie waren des Weiteren auch in der Lage, ihre Herde vor Raubtieren wie Bären und Wölfe sowie Viehdieben zu verteidigen. Bezeichnend für die Schäferhunde ist ihre Lernfähigkeit, die es den Schäfern ermöglicht, die Tiere mit wenigen Kommandos anzuleiten, aber auch ihre Intelligenz, die es ihnen ermöglicht, eigene Entscheidungen zu treffen.
  • Begründet wurde die Rasse der Deutschen Schäferhunde, wie sie heute bekannt ist, von dem deutschen Rittmeister Max Emil von Stephanitz im Jahr 1899 mit dessen Deckrüden Horand von Grafrath, dem Stammvater der Deutschen Schäferhunde. Dabei wurden zunächst das Wesen und der Körperbau der Hunde herausgearbeitet, optische Merkmale wie die Fellbeschaffenheit und die Farbe kamen später. Daher hatte der Deutsche Schäferhund noch im letzen Jahrhundert mehr Variationen im Aussehen, heute sind davon nur noch der weiße Schäferhund und der altdeutsche Schäferhund mit seinem langen Haar und dem bärigen Körperbau geblieben. Der altdeutsche Schäferhund selbst wird nicht als eigene Rasse in der Liste des FCI (Fédération Cynologique Internationale) geführt, wohl aber die langhaarigen Schäferhunde, die häufig für Altdeutsche gehalten werden aber über weniger Unterwolle im Fell verfügen. Es haben sich eigene Verbände gegründet, um die Züchtung des Altdeutschen Schäferhundes einheitlich zu halten.

Besondere Merkmale der Altdeutschen Schäferhunde

  • Der altdeutsche Schäferhund hat einen geraden Rücken, wie es auch in den Ursprüngen der Zucht vorgesehen war. Der Körperbau ist ansonsten identisch mit denen des Deutschen Schäferhundes. Der Körper ist kräftig dabei aber auch wendig, die Rüden erreichen ein Stockmaß von etwa 60 bis 70 cm und ein Körpergewicht von bis zu 40 kg. Die Hündinnen sind nur etwas kleiner und leichter.
  • Er hat immer spitze und aufgerichtete Ohren die er nur in entsprechenden Situationen verstellt, Welpen können hängende Ohren haben, diese müssen sich aber im Laufe der ersten zwei Lebensmonate aufstellen. Der Kopf der Hunde ist lang und keilförmig, mit einer Maske und immer kurzes Gesichtsfell, in allen Fällen muss die Nase dunkel sein. Die mandelförmigen Augen sind dunkel, helle Augen verpassen dem Schäferhund einen unangenehmen stechenden Blick und sind daher nicht erwünscht.
  • Die Fellbeschaffenheit macht den eigentlichen Unterschied aus. Es verfügt zum einen über graue Unterwolle zum anderen aber auch über einen, besonders bei Rüden ausgeprägten Kragen. Des Weiteren tragen sie eine sogenannte Hose, d. H., die Unterläufe sind kurzhaarig und gehen in längeres Fell über, die buschige Rute hängt meist locker herab. Die Fellfarben sind meist Braun, Gelb und Schwarz. Sehr häufig trägt er einen sogenannten Sattel in Schwarz. Er darf auch einfarbig schwarz sein. Die Farbe Weiß sollte im Fell nicht vorkommen.
  • Auch die Altdeutschen Schäferhunde sind von der Hüftdysplasie (HD) betroffen, diese Hüftgelenkfehlbildung wird in vielen Fällen vererbt, daher ist es wichtig, nur Welpen von HD-freien Eltern zu kaufen. Die Hüftdysplasie gilt als nicht heilbar und bereitet dem Hund besonders im Alter große Schmerzen. Auf den Besitzer kommen hohe Tierarztkosten für lindernde Behandlungen zu.
  • Er hat einen wesentlich ruhigeren Charakter, ohne faul und träge zu sein. Trotzdem benötigt er viel Auslauf, eine von Konsequenz geprägte Erziehung und viel Beschäftigung.

Wissenswertes zur Pflege und Versorgung der Altdeutschen Schäferhunde

  • Regelmäßige Fellpflege ist nötig besonders bei Fellwechsel und dann am besten mit einem Kamm, der lange und kurze Zinken im Wechsel hat. Dadurch wird die lose Unterwolle entfernt. Dies verhindert Filz und Verletzungen durch übermäßiges Kratzen, da es den Hund juckt.
  • Die Ohren haben vor der Muschel oft ein Büschel Fell, darum müssen die Ohren von Schmalzansammlung gereinigt werden.
  • Er wirkt durch sein Fell stämmiger, darf aber niemals pummelig sein. Wie bei allen Schäferhunden auch müssen die Rippen beim Einatmen zu sehen oder zu fühlen sein. Ausgewogenes Nass- oder Trocken-Futter und ausreichend Wasser reichen zur Versorgung.
  • Ein gründlicher Auslauf sollte dem Hund täglich geboten werden, er würde sich sonst gelangweilt im Haus einige Marotten zulegen. Das Arbeiten in einer Hundeschule oder Aktivitäten in einem Verein bewirken, dass der Hund ausgelassen und zufrieden ist, zudem stärkt dies die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Schäferhund.
  • Beachten Sie aber, dass bei Schäferhunden ein Zerr- und Kraftspiel gegen den Besitzer schnell in eine Rangneuordnung ausarten kann, seien Sie daher immer Herr der Lage und beenden Sie das Spiel von sich aus.

Apportieren und Baden in Bächen sind ebenfalls beliebt.

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