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Altbausanierung - Fördermittel richtig beantragen

Undichte Fenster, feuchte Wände und Heizungen, die nicht wärmen. Solche Probleme treten vor allem bei älteren Gebäuden und Häusern auf. Eine Sanierung des Altbaus lohnt sich allemal, vor allem, wenn sich der Staat an den Kosten beteiligt. Einige Hinweise zur Förderung von Altbausanierungen sollen Sie dabei beachten.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt Fördermittel für Altbausanierungen.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt Fördermittel für Altbausanierungen.

Was Sie benötigen:

  • Antragsformulare der Hausbank
  • oder Antragsformulare der Banf für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Fördermittel für die Altbausanierung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen

  1. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, fördert in verschiedenen Programmen die Sanierung von Wohnungen und Häusern. Wenn Sie Ihre Immobilie vor dem 1. Januar 1995 gekauft haben und es sich nicht um eine Ferienwohnung handelt, können Sie sich entweder für Programme mit einem günstigen Darlehen oder für einen Zuschuss bewerben.
  2.  Wer sein Haus energetisch sanieren möchte, sollte sich von Experten und Sachverständigen beraten lassen. Für Beratungsleitungen dieser Art können Sie bei der KfW  (Programm 431) einen Zuschuss beantragen. Dabei werden 50 Prozent der Beratungskosten, höchstens jedoch 2000 Euro übernommen.
  3. Wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung sanieren oder instand setzen wollen oder aber ein bereits saniertes Gebäude gekauft haben und nun modernisieren wollen, können Sie dafür bei der KfW ein zinsgünstiges Darlehen beantragen. Das betrifft zum Beispiel die Erneuerung von Heizungen, Dämmung und den Austausch von Fenstern. Diese Förderung schließt eine Umschuldung allerdings aus. Das Programm (141) ist kombinierbar mit weiteren Förderungen. Die Zinsen gibt es ab 2,62 Prozent jährlich. Sondertilgungen sind auch möglich.
  4. Günstig sanieren können Sie, wenn Sie Strom und Wärme aus Sonnenenergie, Biomasse, Biogas, Wind, Wasser oder Erdwärme erzeugen. Gefördert werden der Kauf, die Installation und der Ausbau der Anlagen. Ausgeschlossen ist allerdings der Kauf gebrauchter Anlagen. Die Förderung besteht in einem günstigen, individuellen Darlehen und ist die ersten Jahre tilgungsfrei. Programm 270 gilt für Eigentümer, Programm 271 für Unternehmer.
  5. Für alle Förderprogramme der KfW gilt, dass Sie den Antrag über Ihre Hausbank vor dem Kauf der Immobilie oder vor den Sanierungsarbeiten stellen müssen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vergibt Fördermittel

  1. Eine Beratung, die über eine energetische Sanierung hinausgeht, kann über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, beantragt werden. Hierbei müssen Sie Ihre Immobilie vor 1995 erworben haben. Der Antrag muss von Ihrem Berater eingereicht werden, dann erhalten Sie einen Zuschuss von 300 Euro bzw. 360 Euro für drei oder mehr Wohnungen.

  2. Eine Förderung in Form eines Zuschusses für Solarkollektoren, Biomasseanlagen und Wärmepumpen können Sie  auch bei der BAFA beantragen. Ausgeschlossen ist die Förderung von Solarstrom, der nur zur Wassererwärmung benutzt wird. Den Antrag müssen Sie spätestens sechs Monate nach Betriebsbeginn einreichen. Nur als Unternehmer und Freiberufler oder wenn Sie eine thermische Solaranlage kaufen wollen, müssen Sie vor dem Kauf den Antrag stellen. Unterlagen erhalten Sie beim BAFA.
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