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Als Schneiderin ohne Ausbildung arbeiten - so kann es gelingen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, als Schneiderin ohne Ausbildung zu arbeiten. Große Unterschiede entstehen aus dem Ansatz: Ist es das Hantieren mit der Nähmaschine oder das Entwickeln der Kleidung, was einen zu diesem Beruf hinzieht?

Auch eine Schneiderin ohne Ausbildung kann sich ein angemessenes Einkommen aufbauen.
Auch eine Schneiderin ohne Ausbildung kann sich ein angemessenes Einkommen aufbauen.

Was Sie benötigen:

  • eine Textilfabrik in der Nähe
  • oder einen Gewerbeschein für eine Selbständigkeit
  • ein Gefühl für Marketing und Durchhaltevermögen
  • Nähmaschine
  • Bügeleisen
  • Bügelbrett
  • Zuschneideschere
  • Maßband
  • Nadeln, Fingerhut
  • Stoffe, Einlagen, Knöpfe, Garne, Reißverschlüsse

Als Schneiderin in einer Textilfabrik

  • In der Industrie ist der Beruf der Näherin eine 2-jährige Ausbildung.  Verschiedene Stationen des Werkstückes werden durchlaufen, verschiedene Spezialmaschinen können bedient werden. Die einzelnen Arbeitsschritte werden in der Industrie auf einzelne Arbeitsplätze  verteilt, die sinnvollerweise nacheinander oft an einem Fließband angeordnet sind. Die Arbeit ist eine Fabrikarbeit zum Gelderwerb. Den ganzen Tag wird immer wieder die gleiche Naht genäht. Es kommt auf Schnelligkeit an, oft gibt es einen Akkordlohn. 
  • Da im Ausland Frauen erheblich billiger in den Fabriken arbeiten, hat sich die gesamte Textilindustrie dorthin verlagert. Wer dennoch eine Textilfabrik in der Nähe hat, kann sich getrost dort bewerben und einen Tag Probearbeiten anbieten. Hier ist es nicht nötig, ein ganzes Kleidungsstück nähen zu können. 

Ohne Ausbildung eine eigene Änderungsschneiderei anmelden

  • Der Beruf der Damen- und Herren-Maß-Schneiderin ist durch die Handwerkskammer zulassungspflichtig. Der Beruf der Maß-Schneiderin unterliegt dem Berufsschutz und hat eine 3-jährige Ausbildungszeit. Wer aber nur Änderungen anbietet, braucht keine Ausbildung nachweisen, sondern kann bei der Stadt ein Gewerbe zur „Änderungsschneiderin“ anmelden. 
  • Als „handwerksähnlicher Beruf“ muss man als „Flickschneider“ trotzdem der Handwerkskammer beitreten, unterliegt deren Gebührenordnung und darf auch keine Kleidung selbst herstellen, nur verändern.
  • Als Haupterwerb oder als Nebenerwerb ist man dem Finanzamt gegenüber für eine korrekte Abrechnung verantwortlich.
  • Wer etwas Platz für eine Nähmaschine und ein Bügelbrett hat, kann über Bekleidungshäuser an Kunden kommen. Mundpropaganda spricht sich auch schnell herum. Handzettel und Aushänge beim Friseur oder beim Bäcker sind ein guter Ansatz zu einem höheren Bekanntheitsgrad.

Eigene Designs als Schneiderin ohne Ausbildung entwickeln

  • Eine Leidenschaft für Mode und der Fantasie freien Lauf lassen - wer hat nicht an seinen Barbiepuppen Designerpotential entwickelt. Ist der Spaß am Nähen geblieben, wurde im Laufe der Jahre das schneiderische Können immer weiter verbessert.
  • Die Handwerkskammern lassen bei dem Berufsschutz eine Nische für Künstler: Nach eigenen Entwürfen schneidern, nach handelsüblichen Konfektionsgrößen statt Maßarbeit, ist auch ohne Ausbildung zur Schneiderin erlaubt.
  • Man meldet bei der Stadt ein Gewerbe im „Kunsthandwerk“ an: „Den Handel und das Herstellen von  Kunstgegenständen und Waren, die keiner besonderen Erlaubnis bedürfen“. Der Handel  unterliegt der IHK, die für Kleingewerbetreibende keine Gebühren erhebt, dann gestaffelt nach Umsatz.
  • Das Finanzamt verlangt auch hier eine korrekte Abrechnung.
  • Seine „Designerkleidung“ kann man Boutiquen anbieten, im Internet verkaufen oder sich über Werbung einen eigenen Kundenstamm aufbauen.
  • Auch hier ist ein großer Bekanntenkreis hilfreich.
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