Als Politikwissenschaftler sind Sie von einer schwierigen Situation am Arbeitsmarkt besonders betroffen, da Sie mit Ihrem Diplom oder Master keine Qualifizierung für einen bestimmten Beruf erworben haben, sondern vielmehr eine allgemeine geisteswissenschaftliche Qualifikation.

Die Studienzeit als Politikwissenschaftler zur Berufsvorbereitung nutzen

  • Wenn Sie Politikwissenschaften studieren wollen, werden Sie je nach Studienordnung zu diesem Hauptfach noch weitere Nebenfächer wählen können oder müssen. Überlegen Sie sich dann eine Fächerkombination, die Sie interessiert und durch die Ihr Wissen in Zukunft sehr gefragt sein könnte. Wie wäre es zum Beispiel mit Politikwissenschaften und Arabistik?
  • Überlegen Sie schon während des Studiums, in welchem Bereich Sie später gerne arbeiten und nach Jobs suchen wollen und setzen Sie die entsprechenden Schwerpunkte. Vielleicht wollen Sie als Politikwissenschaftler lieber an der Uni bleiben oder eher dort arbeiten, wo Politik kritisch analysiert wird - also zum Beispiel im Journalismus.
  • Nutzen Sie Ihre Studienzeit dazu, erste Berufserfahrungen durch Praktika zu sammeln. Für Politikwissenschaftler besonders interessant könnten Praktika bei politischen Stiftungen, bei Landtags- oder Bundestagsabgeordneten oder bei einer Fraktion in einem Landtag oder im Bundestag sein.
  • An manchen Universitäten können Sie Politikwissenschaften auch auf Lehramt studieren. Wenn Ihnen daran liegt, später einen geregelten Berufsalltag zu haben, sollten Sie diese Variante in Ihre Überlegungen mit einbeziehen.    

Jobs für politisch Interessierte

  • Nach Abschluss des Studiums sollten Sie sich als Politikwissenschaftler auch initiativ bewerben. Wenn Sie sich bei einer politischen Stiftung bewerben, sollten Sie deren politische Ausrichtung kennen und wissen, welcher Partei die Stiftung verbunden ist.
  • Bei Initiativbewerbungen auf mögliche Jobs sollten Sie Ihr Interesse an dem ausgewählten potenziellen Arbeitgeber besonders hervorheben. Wenn Sie während des Studiums dort bereits ein Praktikum gemacht haben, hat man Sie vielleicht noch in guter Erinnerung.
  • Als Geisteswissenschaftler müssen Sie damit rechnen, nicht sofort eine unbefristete Stelle zu bekommen. Überlegen Sie sich aber trotzdem, ob Sie nach dem Studium jedes unbezahlte Praktikum machen wollen und im schlimmsten Fall in einer "Praktikums-Schleife" landen.
  • Als Politikwissenschaftler können Sie sich zum Beispiel mit einem Volontariat auch für den Journalismus weiterqualifizieren. Hilfreich kann es dann sein, schon während des Studiums als freier Mitarbeiter bei einer Zeitung gearbeitet zu haben.

Als Politikwissenschaftler ist es oft nicht leicht, einen qualifizierten Job zu bekommen. Sie sollten daher nicht zu schnell aufgeben und es auch bei möglichen Arbeitgebern versuchen, die vielleicht erst nicht im Blick waren.