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Als freier Fotograf arbeiten - so gelingt die Selbstständigkeit

Der Schritt in die Selbstständigkeit – ein riskantes und ein spannendes Abenteuer erwartet denjenigen, der ihn wagt. Vieles muss bedacht werden, damit das Vorhaben gelingt. Doch bei vernünftiger Planung besteht eine große Chance, dauerhaft als freier Fotograf erfolgreich zu sein.

Fotograf ist für viele ein Traumberuf.
Fotograf ist für viele ein Traumberuf.

Überlegungen vor dem Schritt in die Selbstständigkeit als Fotograf

  • Fotograf ist nicht gleich Fotograf: Bevor sonstige Planungen anstehen, sollten Sie überlegen, was Ihre bevorzugten Sujets sind. Diese sollten nach Möglichkeiten natürlich mit Ihren Kenntnissen und Erfahrungen korrespondieren. Der Fotograf, der bisher überwiegend Hochzeiten fotografiert hat, wird wahrscheinlich in seiner Selbstständigkeit scheitern, wenn er nun ausschließlich Mode- und Kunstfotografie anbieten möchte. Hintergrund hierfür ist, dass 1. jedes Motiv einer gewissen Erfahrung bedarf, um es optimal zu präsentieren, und 2. die entsprechenden Kontakte fehlen.
  • Ebenso ist anzunehmen, dass ein Fotograf, der bisher für diverse Werbekampagnen Automobile visuell eingefangen hat, nicht die notwendige Qualität für die Babyfotografie mitbringt.
    Wenn das Portfolio festgelegt ist, können die weiteren Planungen zu Standort, Präsentation der Firma, benötigte Gerätschaften, Mitarbeiter etc. beginnen.

Finanzielle Erwägungen vor dem Schritt in die Selbstständigkeit

Wie oben erwähnt ergeben sich aus der Angebotspalette als freier Fotograf die weiteren Überlegungen. Allen gemein ist, dass es sinnvoll ist, einen Businessplan zu erstellen. Er führt zu einer zwar anstrengenden, jedoch möglichst detaillierten und notwendigen Aufstellung der finanziellen Möglichkeiten und legt damit einen wesentlichen Grundstein für die Selbstständigkeit als freier Fotograf.

Exemplarisch sollen einige Themen genannt werden, die in die finanzielle Planung mit einbezogen werden sollten:

- Mobilitätskosten
- Sozialversicherungen
- Werbungskosten
- Fortbildungskosten
- Strom/Wasser
- gewerbliche Miete
- Materialbeschaffung
- Ratentilgung
- private Miete
- private Lebenshaltungskosten

  • Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, der sollte vor Beginn der Selbstständigkeit den Kontakt zu seinem Arbeitsvermittler in der Arbeitsagentur oder im Jobcenter suchen und abklären, ob als Anschubfinanzierung ein Gründungszuschuss oder das Einstiegsgeld möglich ist, das die erste harte Phase der Selbstständigkeit zu überbrücken hilft.
  • Beratung und Coaching für den Start einer Selbstständigkeit kann die örtliche Filiale der Kreditanstalt für Wiederaufbau leisten. Wenn das Konzept überzeugt, ist gegebenenfalls auch ein zinsgünstiges Existenzgründerdarlehen möglich. Hierfür ist ebenfalls ein Gespräch mit der Hausbank sinnvoll.
  • Sofern möglich, ist es finanziell günstig, ein Verwandtendarlehen aufzunehmen, da üblicherweise auf Zinsen verzichtet oder nur ein geringer Zinssatz gefordert wird. Ein sorgfältiger Vertrag ist dann jedoch unerlässlich und dringend zu empfehlen.
  • Sind alle Planungen hinreichend gediehen, trennt Sie nur noch eine Anmeldung beim Finanzamt von einer Tätigkeit als freier Fotograf. Viel Erfolg!
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