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Alleinerziehende in Deutschland - Tipps zur Vernetzung

In Deutschland leben immer mehr alleinerziehende Eltern mit minderjährigen Kindern – fast jede fünfte Familie ist mittlerweile eine Einelternfamilie. Um nicht im Alltagsstress unterzugehen, ist es sinnvoll, sich mit anderen Alleinerziehenden zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen.

Vernetzung ist für Alleinerziehende wichtig.
Vernetzung ist für Alleinerziehende wichtig. © Gerd_Altmann_dezignus.com / Pixelio

Deutsche Alleinerziehende – Zahlen & Statistisches

Die klassische Familienform „Mama, Vater, Kind“ wird in Deutschland zunehmend seltener – die Bevölkerung unterliegt einem stetigen Wandel.

  • Laut ZDF WISO gibt es 1,8 Millionen deutsche Haushalte, in welchen Kinder von nur einem Elternteil aufgezogen werden. Dieser Elternteil ist in 90 Prozent der Familien die Mutter (Stand 2014).
  • Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung bestätigt, dass deutsche Alleinerziehende in puncto Unterhaltsrecht sowie steuerlich benachteiligt werden. Die finanzielle Situation der Familien ist laut Studie wenig rosig und mit einem hohen Armutsrisiko verbunden: So beziehen Alleinerziehende fünfmal häufiger Hartz IV als die sogenannten Paarfamilien, rund ein Drittel aller Alleinerziehenden ist arbeitslos. Eine volle Erwerbstätigkeit ist oft nicht möglich. Die Verantwortung hierfür trägt die Politik; die Belastungen Betroffener werden zu wenig berücksichtig, verschiedene Reformen, u.a. im Steuerrecht, führen zu finanzieller Benachteiligung.
  • Eine Statistik des Mikrozensus (durchgeführt vom Statistischen Bundesamt) zeigt, dass die Zahl der Alleinerziehenden im Vergleich im Osten Deutschlands höher ist als im Westen.
  • Zusätzlich kommt oft die Einsamkeit. Kein Geld für Unternehmungen, dazu Kinder, um die sich gekümmert werden muss. Der Strudel aus Stress und Frustration zieht viele Alleinerziehende in Deutschland schnell nach unten. Wirklich gut vernetzt sind wenige, vielmehr fühlen sich Alleinerziehende in der Gesellschaft oft nicht anerkannt.

Doch gerade diese Vernetzung ist wichtig. Durch Kontakt zu anderen Alleinerziehenden können Erfahrungen ausgetauscht werden. Dazu kommen gegenseitige Hilfeleistungen und Unternehmungen mit anderen Kindern. Allein das "Rauskommen" und mit anderen Menschen zu reden, die ähnliche Erfahrungen machen oder gemacht haben, ist eine große Hilfe und führt zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität.

Alleinerziehend - so vernetzen Sie sich mit anderen

  • Nutzen Sie das Internet. Es gibt unzählige Seiten, wo sich alleinerziehende Frauen und Männer austauschen und Wissen weitergeben. Das hilft Ihnen, eine positive Grundhaltung aufzubauen, schließlich sind Sie mit Ihrer Lebensform nicht alleine.
  • Betroffene Mütter und Väter sollten sich Hilfe holen. Das Jugendamt ist nicht nur Ansprechpartner, wenn es um Fragen zum Unterhalt geht. Vielmehr finden Sie hier viele kompetente Ansprechpartner, die jeden Tag mit Alleinerziehenden aus Deutschland zu tun haben. So ist eine Vernetzung einfacher. Auch der „Verband alleinerziehender Mütter und Väter – Bundesverband e.V.“ (VAMV) unterstützt Sie mit verschiedenen Leistungen, zum Beispiel aktuellen Informationen und professioneller Beratung.
  • Besuchen Sie passende Veranstaltungen. In jeder größeren Stadt gibt es regelmäßige Veranstaltungen für Eltern. Machen Sie sich schlau, zum Beispiel auch in Ihrer Tageszeitung und gehen Sie mit Ihrem Kind vor die Tür. Schließlich führt die Einsicht, es auch allein zu schaffen, zu einem gesunden Selbstbewusstsein und ebnet damit auch Ihrem Kind den Weg in ein gutes Leben.

Sind Sie bereit für eine neue Partnerschaft? Auch alleinerziehende Singles müssen nicht länger ohne Partner durchs Leben gehen. Entsprechend spezialisierte Portale - wie match-patch.de - bieten eine Partnersuche für Alleinerziehende an.

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