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Alle Ahornarten erkennen können - so gelingt es Ihnen

Alle Ahornarten gehören in der Botanik zu den Seifenbaumgewächsen. Der Ahorn hat Bedeutung sowohl als Roh- und Werkstoff, für die Natur und Ökologie als auch im Bereich der Medizin und Naturheilkunde. Einige Ahornarten werden in Gärten und Parks als Zierpflanzen eingesetzt.

Ahorn wächst als Baum oder Strauch.
Ahorn wächst als Baum oder Strauch.

Wissenswertes über alle Arten

  • Ein wichtiges Merkmal aller Ahornarten ist die Form ihrer Blätter. Diese ähneln einer gespreizten Hand. Bei den Blättern stehen sich immer zwei an einem Ast direkt gegenüber.
  • Besonders auffällig sind auch die Früchte des Ahorns, die sogenannten Spaltfrüchte. Sie spalten sich, wenn sie reif sind, und zerfallen dann in einzelne Teilfrüchte, daher die Bezeichnung Spaltfrüchte. 
  • Die Wuchshöhe der einzelnen Ahornarten ist sehr unterschiedlich. Ahorn gibt es als kleine, mittelgroße und große Bäume sowie als Sträucher. 
  • Neben Birke, Buche, Eberesche oder Eibe kommen drei Ahornarten am häufigsten in Deutschland vor.

Eine der drei häufigsten Ahornarten ist der Spitzahorn

  • In Deutschland ist der Spitzahorn häufig in Hecken und an Waldrändern anzutreffen. Er kann ein Alter von ca. 150 Jahren erreichen und eine Höhe von etwa 25 m, unter bestimmten Bedingungen sogar bis 35 m. Seine Baumkrone ist kugelförmig.
  • Bäume können Sie anhand ihrer Merkmale identifizieren und bestimmen. Wichtige Merkmale …

  • Das Holz des Spitzahorns ist weiß, sehr hart und glänzend. Seine Rinde ist anfangs glatt und grau. Im Laufe der Jahre bildet sich eine dunkelgraue bis schwarze Borke mit länglichen Rissen.
  • Die Blätter des Spitzahorns haben gegenüber den anderen heimischen Ahornarten einen etwa 15 cm langen Stiel und sind etwa 20 cm breit. Sie haben deutlich ausbildete Spitzen, sind gelappt, stark gezahnt und haben bogige Einschnitte. Erkennen können Sie den Spitzahorn an der frisch-grünen Farbe seiner Blätter, die sowohl auf der Ober- als auch der Unterseite schwach glänzen. In den Blättern befindet sich ein milchiger Saft. Das Laub färbt sich im Herbst gelb.
  • Beim Spitzahorn erscheinen erst die Blüten und dann die Blätter. Die kleinen Blütenrispen stehen aufrecht und haben eine gelblich-grüne Farbe. Sie sind eingeschlechtlich oder zwittrig.
  • Die Früchte bestehen aus zwei Teilen. Jeder dieser Teile beherbergt einen geflügelten Samen. Dank einer besonderen Flugvorrichtung können sich die Samen sehr weit verbreiten. Der Samen befindet sich am Ende des sogenannten Flügels. Der gesamte Flügel hat eine Länge von 5 - 10 cm und hat eine braune Farbe.

Eine weitere heimische Ahornart ist der Feldahorn

  • Der Feldahorn ist ein langsam wachsender Baum, der relativ klein bleibt. 
  • Das Holz des Feldahorns ist wie das des Sitzahorns sehr hart, hat aber eine rötliche Farbe. Zudem ist das Holz elastisch und eignet sich besonders gut für Schnitzarbeiten.
  • Sein Stamm ist knorrig und er bildet eine rundliche Baumkrone aus. Erkennen können Sie ihn an einer eher dicken braunen Borke, die durch Quer- und Längsrisse gekennzeichnet ist. Die Farbe der Zweige ist olivfarben bis gelbbraun. Sowohl in den Zweigen als auch in den Blättern befindet sich ein milchiger Saft.
  • Die Blätter des Feldahorns sind im Gegensatz zu den anderen beiden Ahornarten gebuchtet. Sie verfügen weder über gesägte Ränder, wie beim Bergahorn, noch über ausgeprägte Spitzen. Die Blattstiele sind meist rötlich und haben eine Länge von 5 - 10 cm. Auf der Unterseite sind die Blätter des Feldahorns samtartig behaart. Im Herbst färbt sich das Laub gelb bis rot.
  • Die Blütenrispen sind wie beim Spitzahorn stehend, erscheinen aber zeitgleich mit dem Laub. Die Früchte des Feldahorns stehen fast waagerecht. Erkennen können Sie sie zudem an ihrer rötlichen Färbung zum Zeitpunkt der Fruchtreife. Diese ist im September.

Die Erkennungsmerkmale des Bergahorns

  • Der Bergahorn kann eine Wuchshöhe von etwa 35 m und ein Alter von 300 - 500 Jahren erreichen. Seine Krone ist abgerundet. Die Rinde bei jungen Bäumen ist glatt und grau-braun bis grau-gelb. Mit zunehmendem Alter bekommt die Borke rötliche Flecke. Später lösen sich von der Borke flache Schuppen ab.
  • Im Gegensatz zum Feldahorn führen die Blattstiele des Bergahorns keinen Milchsaft. Die Blätter können Sie an einer dunkelgrünen Oberfläche und einer graugrünen Unterseite erkennen, sowie an einem leicht gesägten Rand.
  • Die Blütenrispen wachsen beim Bergahorn in hängender Form, im Gegensatz zu den beiden anderen Ahornarten. Sie erscheinen wie beim Feldahorn mit dem Laubaustrieb. Die Herbstfärbung der Blätter ist goldgelb.
  • Die Früchte des Bergahorns stehen fast im rechten Winkel zueinander. Während der Fruchtreife nehmen sie eine rötliche Färbung an. Zeitpunkt der Fruchtreife ist im September/Oktober.
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