Ein Teich im Garten ist für viele Gartenbesitzer ein ganz besonderes Highlight. Doch wenn der Sommer näher rückt, ist der Teich oft von Algen befallen. Besonders die Fadenalgen machen den Teichbesitzern und den Bewohnern des kleinen Gewässers das Leben schwer.
- 14.10.2011 Elke Beckert
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- UVC-Gerät
- Wasserpflanzen
- Teichpflanzen
- Schwimmpflanzen
Ursachen für die Bildung von Algen
- Algen kommen in jedem Teich vor, und solange die Nährstoffkonzentration des Wassers auf normalem Niveau bleibt, ist das auch unproblematisch. Die Bedingungen für Algen verbessern sich aber mit zunehmendem Phosphatgehalt, das heißt bei einem Wert über 0,035 Milligramm pro Liter. Bei gleichzeitig steigenden Wassertemperaturen und starker Sonneneinstrahlung kommt es zur sogenannten Algenblüte, die Algen vermehren sich extrem stark.
- Phosphat gelangt vor allem durch Futterreste und Fischkot in den Teich. Diese sammeln sich am Teichboden und zersetzen sich. Auch Düngerrückstände und Gartenerde, die durch starken Regen in den Teich gelangen konnte, sowie herabfallendes Laub enthalten Phosphate, die die Algenbildung begünstigen.
Einen Teich richtig anlegen
- Ratsam ist die Anlage des Teiches auf einer etwas höher gelegenen Stelle sowie das Ausheben eines ca. 60 cm tiefen Grabens um den Teich herum, der mit grobkörnigem Bausand aufgefüllt wird. So verhindern Sie, dass Gartenerde oder Dünger in den Teich gelangen können, womit Sie einer Algenbildung vorbeugen.
- Da Sonnenlicht auch das Wachstum der Algen fördert, sollte der Teich zumindest zu einem guten Drittel im Schatten liegen. Entscheidend sind auch Wassertiefe und Wassermenge im Teich. Je flacher er ist, desto häufiger gibt es Probleme mit Algen.
- Als Teicherde eignet sich nährstoffarmer Sand. Als Wasser eignet sich am besten Grundwasser. Da dieses aber nicht jeder zur Verfügung hat, sollte man geprüftes Leitungswasser verwenden, da das normale Trinkwasser mit Phosphaten angereichert ist.
So werden Sie Algen im Teich los
- Sollten Sie trotz der richtigen Anlage Ihres Teiches Probleme mit Algen haben, können Sie versuchen, sie mit sogenannten UVC-Geräten, die ultraviolettes Licht ausstrahlen, abzutöten. Diese Geräte sind im Gartenhandel erhältlich.
- Wirksame Hilfe gegen Algen bietet eine richtige Bestückung des Teiches mit Wasser- und Teichpflanzen, wobei die Teichpflanzen die Nährstoffe in unterschiedlicher Weise aufnehmen. Die Wasserpflanzen mit Wurzeln nehmen die Stoffe aus dem Boden auf, während die Unterwasserpflanzen die aus dem Wasser aufnehmen.
- Interessant sind auch sogenannte Schwimmpflanzen wie Wasserhyazinthe, Krebsschere oder Wassersalat. Diese entziehen die Nährstoffe direkt aus dem Wasser. Ein Einsatz von Schwimmpflanzen im Teich kann einem Algenwachstum sogar vorbeugen. Allerdings sollte nicht der ganze Teich mit Schwimmpflanzen bedeckt sein, da sonst anderen Wasserpflanzen wie auch Tieren nicht genug Sauerstoff, Licht und Wärme zum Überleben übrig bleibt.