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Alfalfasprossen ziehen - so wird's gemacht

Sprossen sind gesund, egal ob es sich um Alfalfa, Soja oder Kresse handelt. Dabei lassen sich gerade Alfalfasprossen relativ einfach selbst ziehen.

Alfalfasprossen lassen sich leicht selbst ziehen.
Alfalfasprossen lassen sich leicht selbst ziehen.

Was Sie benötigen:

  • Alfalfakeimgut
  • Keimglas
  • ersatzweise: Schraubglas
  • oder Schale mit Küchenpapier

Jedes Samenkorn enthält in konzentrierter Form die Nährstoffe, die zur Bildung einer neuen Pflanze notwendig sind. Feuchtigkeit, Wärme, Sauerstoff und Licht bringen diesen Samen zum Keimen, wobei zusätzlich zahlreiche Vitamine gebildet werden. Gerade diese Neubildung und die vorhandene Nährstoffkonzentration machen Sprossen - vor allem in den Wintermonaten - so gesund.

So ziehen Sie Alfalfasprossen selbst

Prinzipiell lassen sich alle Getreidearten sowie Buchweizen, Sonnenblumenkerne, Sojabohnen und auch Alfalfa - eine Luzernenart - keimen. Alfalfasprossen können nach 5 bis 8 Tagen geerntet werden und sind im Geschmack neutral, frisch und knackig. Manchmal werden die kleinen grünen Alfalfasprossen auch im Obst- und Gemüsehandel angeboten, sodass Sie deren Geschmack dort schon einmal probieren können, bevor Sie mit dem eigenen Keimen beginnen.

  1. Samen für die Alfalfasprossen können Sie in vielen Reformhäusern, Bioläden sowie in Gartenfachgeschäften kaufen. Achten Sie darauf, dass es sich um Samen zum Keimen handelt. Samen für die Aussaat im Garten können chemisch vorbehandelt sein und sollten zum Keimen nicht verwendet werden.
  2. Im Handel gibt es ebenfalls verschiedene Keimgefäße in Form von Gläsern mit passenden Siebdeckeln bzw. Keimschalen, die den Wasserdurchfluss ermöglichen.
  3. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihnen das Keimen von Alfalfasprossen zusagt, sollten Sie es zunächst mit einem Einmachglas mit einem durchlässigen Stoffüberzug und Gummibändern bzw. mit Schraubgläsern versuchen.
  4. Bedenken Sie jedoch bei der Wahl des Glases, dass die kleinen Samen als Sprossen sehr viel Platz benötigen. So füllt ein Esslöffel Alfalfasaat in etwa 8 Tagen (bei idealen Keimbedingungen) leicht ein 1-Liter-Glas. Daher sollte das Keimglas auch nur am Boden leicht mit Saatgut bedeckt sein.
  5. Waschen Sie zunächst den Samen in warmem Wasser gründlich durch. Hierfür können Sie ein Sieb benutzen.
  6. Lassen Sie die Alfalfasamen dann ich reichlich warmem Wasser etwa 5 Stunden aufquellen.
  7. Gießen Sie dann das Wasser ab und spülen Sie die Samen nochmals gut durch.
  8. Mit Stoff und Gummiband verschlossene Gläser werden nun für kurze Zeit umgedreht auf ein Gitter oder auf Küchenpapier gestellt. Beim speziellen Keimgefäß genügt es, zu prüfen, ob das Wasser vollständig abgelaufen ist.
  9. Stellen Sie nun das Gefäß an einen warmen, hellen Platz. Heizung bzw. direktes Sonnenlicht sollten Sie jedoch vermeiden, da sonst die Samen austrocknen. Stellen Sie das Glas leicht schräg bzw. aufrecht hin. Schraubgläser dürfen nicht komplett geschlossen werden.
  10. Die Samen müssen täglich mindestens zweimal (morgens und abends) mit lauwarmem Wasser durchgespült werden. Dabei sollten diese wieder abtrocknen.
  11. In den letzten Tagen sollten Sie darauf achten, dass die Alfalfasprossen Licht bekommen, damit sich die Blättchen grün färben können.
  12. Sie können die Alfalfasprossen nach 5 bis 8 Tagen, je nach gewünschter Keimung, ernten. Dazu die Sprossen kalt abspülen. Was Sie nicht sofort verwenden können oder wollen, sollten Sie in einem verschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahren, jedoch möglichst bald (innerhalb der nächsten Tage) verbrauchen.

Es kann vorkommen, dass Samen nicht oder nur unzureichend keimen, muffig riechen oder gar schimmeln. In diesem Fall müssen Sie das gesamte Keimgut wegwerfen und die Behälter gründlich reinigen, am besten mit Essig und Spülmittel. Verwenden Sie nur frische Samen, spülen Sie die Samen gut durch und sorgen Sie für ausreichend Wärme und Licht beim Keimen. Ob man die Sprossen für Salate und andere Speisen roh verwenden will oder sie lieber blanchiert, muss jeder natürlich selbst entscheiden. Roh sind die Alfalfasprossen (und auch viele andere Keimsprossen) natürlich am frischesten, knackigsten und gesündesten. Allerdings gibt es Menschen, die empfindlich auf rohe Sprossen reagieren und daher die Keimsprossen kurz blanchieren sollten. Dadurch lassen sich auch viele Bitterstoffe abmildern. Bakterien wie das kürzlich aufgetauchte EHEC lassen sich dadurch jedoch nicht abtöten!

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