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Alaskan Malamut als Haustier halten - so machen Sie es artgerecht

Wer mit seinem Alaskan Malamut dauerhaft glücklich werden will, muss ihn artgerecht beschäftigen. Planen Sie für den Schlittenhund täglich mehrere Stunden Lasten oder Schlitten ziehen ein. Seine Besonderheiten machen ihn nicht zu einem Haustier für jedermann.

Der Malamut: Wunderschön aber anspruchsvoll
Der Malamut: Wunderschön aber anspruchsvoll

Was Sie benötigen:

  • viel Zeit
  • Geduld
  • Schlittenhundewagen oder ähnliches

Der Alaskan Malamut ist ein Hund, den man sich auf keinen Fall unüberlegt anschaffen sollte. Er ist groß, stark, sehr intelligent und braucht viel artgerechte Beschäftigung. Dennoch gibt es viele Liebhaber dieser anspruchsvollen Rasse. Wer sich mit dem Gedanken befasst, einem Malamut ein Zuhause zu geben, überlegt sich am Bestens vorher genau, ob er ihm ein Leben ermöglichen kann, welches diese Rasse glücklich macht.

Die Herkunft des Malamut

Die Rasse ist in ihren Anlagen immer noch sehr ursprünglich. Der Alaskan Malamut hat seinen Ursprung, wie der Name verrät, in Alaska, wo er Güter und Schlitten zieht. Auch begleitete er seine Herrchen auf langen Reisen und bei der Jagd. Wenn eine Jagd von Erfolg gekrönt ist, gilt es nun, das erlegte Tier wieder nach Hause zu bringen. Bei dieser schweren Arbeit half der Malamut. Damit er dies problemlos schafft, ist er mit einer durchschnittlichen Größe von 60 Zentimetern relativ groß und kräftig gebaut. Innerhalb der Schlittenhunde ist er die größte und schwerste Rasse.

So halten Sie einen Malamut artgerecht

  • Der Malamut ist ein Rudeltier. Dies sind zwar alle Hunde, jedoch wird der Malamut in der Arktis immer in Gruppen gehalten, die gemeinsam Lasten ziehen. Dieses Verlangen nach Gesellschaft ist bei ihm daher besonders ausgeprägt.
  • Diese Rasse ist sehr stark und kann schwere Gewichte ziehen. Diese Kraft kann er auch an der Leine einsetzen. Wer dieser Kraft nichts entgegen setzen kann, sollte nicht alleine mit dem Malamut spazieren gehen; das gleiche gilt für Kinder.
  • Denken Sie bei Beschäftigungsarten Ihres Malamuts immer an seinen Ursprung, der noch in ihm schlummert. Das Ziehen schwerer Lasten, wie Schlitten, Autoreifen, Boller - oder Hundewagen ist seinem Wesen gerecht. Diese Tätigkeit lastet ihn aus. Alternativ stehen ausgedehnte Touren mit dem Fahrrad auf dem Tagesprogramm. Fehlt eine artgerechte Auslastung, kommt ein Malamut auf dumme Gedanken und richtet seine Aufmerksam auf andere, unerwünschte Dinge.
  • Planen Sie für die artgerechte Auslastung mindestens zwei bis drei Stunden täglich ein. Wer voll berufstätig ist, sollte sich nach einem anderen Haustier umsehen.
  • Der Malamut hat, wie die meisten nordischen Hunde, einen Dickkopf. Mit dieser Eigenschaft können Hundehalter, die einen perfekt abgerichteten Hund wünschen, oft nicht umgehen. Geduld, eine konsequente Erziehung und die Fähigkeit, über den Hund zu schmunzeln sind hier nötig. Der eigene Wille des Malamuts ist nicht zu unterschätzen.
  • Da Malamuts sehr gerne graben, sollte der zukünftige Besitzer keinen gesteigerten Wert auf einen gepflegten Garten legen.
  • Da sie ein dichtes Fell besitzen, um sich vor der arktischen Kälte zu schützen, fällt der Fellwechsel sehr stark aus. Je nach Verlauf der Jahreszeiten und ihren Temperaturen kommt dieser auch öfter als zwei Mal pro Jahr vor. Wer mit Haarbüscheln im Haus nicht leben kann, sieht im Malamut den falschen Hund.
  • Je nach Züchter fällt der Jagdtrieb des Malamuts unterschiedlich stark aus. Rechnen Sie aber damit, dass Ihr Malamut zumindest Anlagen davon hat. Im Zweifelsfall bedeutet dies, dass Sie Ihren Hund nur angeleint ausführen können.
  • Sie sind sehr leise und bellen kaum. Die Aufgabe als Wachhund stellt weder den Hund noch Sie zufrieden.
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