Alle Kategorien
Suche

Aktivkohletabletten zum Experimentieren verwenden - zwei Versuchsanleitungen

Aktivkohletabletten gehören in jeden Haushalt. Da sie durch ihre schwammartige Oberfläche ein Vielfaches ihrer Masse binden können, sind sie als Filtermedium hervorragend geeignet. Nicht nur in Luftreinigern findet man Aktivkohle, auch in der Abwasserreinigung oder zur Aufnahme von unangenehm riechendem Schweiß hat sich die Substanz bewährt. Bei Vergiftungen können sie die Ausscheidung vorantreiben. In Chemie-Experimenten können Sie einige der Eigenschaften deutlich machen.

Aktivkohle soll bei Magenbeschwerden helfen
Aktivkohle soll bei Magenbeschwerden helfen

Was Sie benötigen:

  • Für das Cola-Experiment:
  • Becherglas
  • Mörser
  • Löffel
  • Trichter
  • Filterpapier
  • Erlenmeyerkolben
  • Cola
  • Aktivkohle
  • Für das Kupfer-Experiment:
  • Kupferfolie
  • Reagenzglas
  • Reagenzglasklammer
  • Aktivkohle
  • Schutzbrille
  • feuerfeste Unterlage/Schale
  • Bunsenbrenner

Transparente Cola dank Aktivkohletabletten

  1. Geben Sie etwas Cola in ein Becherglas. Zermahlen Sie 1-2 Aktivkohletabletten in einem Mörser und geben das Pulver zur Cola. Warten Sie, bis sich die Cola in eine dickflüssige, schwarze Masse verwandelt hat. Dies dauert etwa eine Viertelstunde. Rühren sie während des Wartens immer wieder um.
  2. Stellen Sie währenddessen einen Erlenmeyerkolben auf. Stecken Sie den Trichter hinein, diesen wiederum legen Sie mit Filterpapier aus.
  3. Gießen Sie nun die Cola durch das Filterpapier. Im Glas sollte eine glasklare Flüssigkeit ankommen, im Papier bleibt ein dunkelbrauner Rückstand.
  4. Haben Sie mit sauberen Geräten gearbeitet, können Sie die Cola nun auch probieren. Sie ist jetzt nicht nur farb-, sondern auch fast geschmacklos.
  5. Die Erklärung: Aktivkohle ist in der Lage, organische Stoffe an sich zu binden. In diesem Fall löst die Kohle die Farbstoffe aus der Cola. Zuckerkulör ist einer der ältesten Farbstoffe der Welt und verleiht der Kultbrause ihre charakteristische braune Färbung.

Redox-Reaktion am Experiment erklärt

  1. Schneiden Sie vom Kupferblech ein kleines Stück ab oder nutzen Sie Kupferfolie. Geben Sie das Kupfer in ein Reagenzglas. Halten Sie das Glas mit einer Klammer fest.
  2. Entzünden Sie den Bunsenbrenner und halten das Reagenzglas über die Flamme. Die Folie verfärbt sich nun unter Einfluss von Sauerstoff schwarz. Es entsteht Kupferoxid. (Oxidation).
  3. Legen Sie die Folie auf eine feuerfeste Unterlage und lassen sie abkühlen. 
  4. In einem zweiten Schritt geben Sie die schwarze Kupferfolie wieder in das Reagenzglas, fügen Sie Aktivkohletabletten hinzu. Erhitzen Sie erneut das Reagenzglas über dem Brenner. 
  5. Unter dem Einfluss der Kohle verfärbt sich die Folie wieder in ihren Ausgangszustand, also rötlich-orange. Aus schwarzem Kupferoxid wird in Kombination mit Kohlenstoff (Aktivkohle) wieder Kupfer, zudem entsteht Kohlenstoffdioxid. (Reduktion). Den Metalloxiden wird der Sauerstoff entzogen, sodass die Folie wieder aussieht wie neu.

Laufen Oxidation und Reduktion gleichzeitig ab, spricht man von einer Redox-Reaktion.

Teilen: