Aktiv Musik machen - das passende Instrument finden

Nicht nur den richtigen Ton, sondern auch die richtige Wahl des Instruments gilt es zu treffen... Nicht nur den richtigen Ton, sondern auch die richtige Wahl des Instruments gilt es zu treffen...
Wer aktiv Musik machen will, hat oft die Qual der Wahl des passenden Instruments. Mit „Spiel mir das Lied vom Tod“ kam ein regelrechter Mundharmonika-Boom auf, in der Flower-Power-Zeit war besonders die Gitarre gefragt und der Klassik-Pop hat Streichinstrumente wieder modern gemacht. Aber nicht jedes Instrument ist für jeden geeignet. Deshalb gibt es bei der Wahl des passenden Instruments verschiedene Dinge zu beachten.
Melina Pfeffer
08.07.2010 Melina Pfeffer
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  1. Wenn Sie anfangen möchten ein Musikinstrument aktiv zu spielen, gilt es als zuallererst Ihr Ziel zu klären. Möchten Sie Ihren eigenen Gesang begleiten, nur einige Melodien können oder ist Ihr Ziel in einer Band oder einem Orchester zu spielen? Je nach dem, wie Sie Ihre musikalische Karriere planen, lässt sich hier schon eine gewisse Vorauswahl treffen. Ganz nach dem Motto: Angebot und Nachfrage.
  2. Gleich als nächstes sollten Sie sich fragen, welche Art von Musik Sie aktiv machen möchten. Für klassische Musik eignen sich vor allem Streichinstrumente wie Violine oder Kontrabass und Blasinstrumente wie Klarinette oder Oboe. Für Rockmusik sind vor allem das Keyboard, die E-Gitarre und das Schlagzeug interessant. Natürlich kann man Instrumente nicht ausschließlich einer Musikrichtung zuordnen, aber eine E-Gitarre findet sich in einem klassischen Orchester doch eher selten...
  3. Natürlich kommt es nicht nur auf die Art der Musik an, die Sie aktiv machen möchten, sondern auch auf Ihr persönliches Klangempfinden. Da kommt es ganz auf Ihren Geschmack an. Das Saxophon ist beispielsweise ein Instrument, das nicht jeder gerne hört. Andere stören sich vielleicht an der Harfe oder der Querflöte. Denken Sie hier aber nicht nur an sich, sondern auch fairer Weise an Ihre Mitbewohner und Nachbarn – sie werden es Ihnen danken.
  4. Bei der Wahl des passenden Instruments kommt es auch auf Ihre musikalischen Grundkenntnisse an. Natürlich können Sie jedes Instrument erlernen, auch wenn Sie vorher nie Musik gemacht haben. Einige erfordern allerdings eine intensive Beschäftigung, um überhaupt erst einen sauberen Ton erzeugen zu können, z.B. Geige oder Horn. Wenn Sie lieber einen schnellen Erfolg verzeichnen möchten, eignen sich besonders Tasteninstrumente wie Klavier, Akkordeon oder Keyboard. Neue Leidenschaft oder nur kleiner Zeitvertreib?
  5. Wenn Sie gar nicht wissen, für welche Art Instrument Sie sich entscheiden sollen, empfiehlt sich ein Schnupperkurs an einer Musikschule. Hier können Sie verschiedene Instrumente ausprobieren und erhalten gegebenenfalls Beratung, welches Instrument für Sie passend ist. Auch in Musikfachgeschäften finden Sie Fachpersonal, das Ihnen bei Ihren Fragen weiterhelfen kann und Sie können jedes Instrument einfach mal anfassen. Oft findet sich hier die „Liebe auf den ersten Blick“ – natürlich das Instrument betreffend.
  6. Letztlich ist noch ein praktischer Faktor von Bedeutung. Denn wenn Sie nicht nur in einer Musikschule oder beim Unterricht spielen wollen, kommt es auf Ihre Räumlichkeiten an. Einige Instrumente, beispielsweise Flügel oder Schlagzeug, brauchen mehr Platz als Cello oder Flöte. Außerdem müssen Sie sich fragen, ob Sie Ihr Instrument öfter wo anders hin mitnehmen möchten. Gitarren sind gerade deshalb sehr beliebt.
  7. Wenn Sie sich jetzt für ein Instrument entschieden haben, sollten Sie nicht den Fehler machen und es sofort kaufen. Viele Musiklehrer stellen am Anfang Leihinstrumente. Die können Sie bequem zurückgeben, wenn Sie vielleicht nach einigen Stunden merken, dass es doch nicht das Passende für Sie ist. Erst wenn Sie sich sicher sind, dass Sie dabei bleiben wollen, ist es ratsam ein eigenes Instrument anzuschaffen. Verzichten Sie hier aber lieber nicht auf die persönliche Beratung und den Service im Fachgeschäft.
  8. Noch ein kleiner Hinweis: informieren Sie sich vorher wann und wie lang Sie in Ihrer Wohnumgebung üben dürfen. Einige Instrumente, z.B. das Schlagzeug, unterliegen dabei strengeren Regelungen. Sollten Sie hier Probleme haben, eignen sich vielleicht elektrophone Instrumente, bei welchen sich die Lautstärke regulieren lässt oder Kopfhörer angeschlossen werden können, z.B. Keyboard oder Elektro-Schlagzeug. Das verhindert Ärger und schont die Nerven. Denn mal ehrlich, Sie glauben doch nicht, dass Sie gleich zu Anfang Symphonien spielen werden... oder?
Diese Anleitung
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  • Halogenlicht | 09.07.2010, 11:46

    Sehr schön formuliert. Ich würde noch einen Faktor dazu nehmen: und zwar den Preis. Manche Instrumente sind wesentlich teurer als Andere und auch in der Pflege und Handhabung sehr aufwändig. Wer also einen kleinen Geldbeutel hat, der sollte auch an die Beschaffungskosten denken. Natürlich gibt es immer teure und billigere Instrumente der gleichen Sorte, aber eine Einsteigerquerflöte ist zum Beispiel nicht so teuer wie ein Schlagzeug :)

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