Akne im Gesicht - was tun?

Fast Food ist bei Akne tabu. Fast Food ist bei Akne tabu.
Akne gehört mit zu den häufigsten Hauterkrankungen, von der bis zu 80 % aller Jugendlichen betroffen sind. Das Spektrum der Akne reicht von milden Formen mit vereinzelten Mittessern und Pickeln bis hin zu schweren Formen mit abszessähnlichen Veränderungen im Gesicht und am Oberkörper. Die Therapie durch den Hautarzt können die Betroffenen durch bestimmte Maßnahmen sehr gut unterstützen und dazu beitragen, dass die Akne insbesondere im Gesicht keine bleibenden Narben hinterlässt. Wenn Sie wissen wollen, um welche Maßnahme es handelt, dann lesen Sie hier weiter.
Edith Leisten
02.02.2012 Edith Leisten
Was Sie benötigen
  • Eichenrinde
  • Schwarztee
  • Kamillentee
  • Thymianstiele
  • Anis
  • Fenchelsamen
  • Stiefmütterchen
  • Löwenzahn
  • Heilerde

Akne ist nicht nur ein Pubertätsproblem

Eine Akne entwickelt sich nach heutiger Auffassung durch das Zusammenwirken verschiedener krankhafter Veränderungen der Haut. Hierzu gehört eine vermehrte Talgproduktion, eine Störung der Verhornungsreaktionen in der Haut, wodurch die Mitesser entstehen, Veränderungen in der bakteriellen Besiedlung der Haut und auch immunologische Prozesse und Entzündungen. In der Regel klingt die Akne um das 20. Lebensjahr herum wieder ab, kann aber auch bis weit in das Erwachsenenalter hinein bestehen bleiben und zu ausgeprägter Narbenbildung führen.

  • Wenn die Akne bei Ihnen sehr ausgeprägt ist und gerade im Gesicht zu einem ernsthaften Problem werden sollte, ist eine hautärztliche Untersuchung und Behandlung empfehlenswert.
  • Zur Unterstützung sollten Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten überprüfen und gegebenenfalls korrigieren. Insbesondere ist eine kohlenhydratreiche Ernährung förderlich für die Talgproduktion der Haut und somit für den Ausprägungsgrad der Akne mitverantwortlich. Auch mit einem hohen Milchkonsum, egal ob fettreich oder fettarm, fördern Sie Ihre Akne.
  • Für Sie als Aknepatient gilt daher: Finger weg von Fast Food und stark kohlenhydratreichen Lebensmitteln, reduzieren Sie zudem Ihren Milchkonsum. Eine Aknediät im engeren Sinne existiert nicht, Sie können jedoch mit einer ausgewogenen Ernährung, zu der viel frisches Obst und Gemüse gehören, Ihrer Haut etwas Gutes tun.
  • Die Haut ist zudem auch ein Spiegel Ihrer Seele. Da dauerhafter Stress eine verstärkende Wirkung auf die Ausprägung Ihrer Akne hat, sollten Sie gegensteuern und überlegen, ob nicht das Erlernen einer Entspannungstechnik sinnvoll ist wie z. B. Qigong, Tai-Chi oder autogenes Training.
  • Neben den typischen Aknemedikamenten, die Sie eventuell von Ihrem Hautarzt verschrieben bekommen haben, besteht auch die Möglichkeit, insbesondere Entzündungsreaktionen der Haut einer Lichtbestrahlung zu unterziehen. Sprechen Sie Ihren Hautarzt darauf an und unternehmen Sie keine Eigenversuche, da bestimmte Bestrahlungsformen bei der Akne eher schädlich sind, wozu auch das UV-Licht gehört.
  • Vermeiden Sie auch eine allzu intensive Hautreinigung, mit der Sie die natürliche bakterielle Besiedlung noch mehr durcheinanderbringen. Verwenden Sie sanfte Syndets, mit denen Sie den Fettfilm auf der Haut reduzieren können, ohne die Hautflora zu irritieren.

Naturheilkunde zur Vorbeugung entstellender Narben im Gesicht

Nicht nur mit schulmedizinischen Maßnahmen können Sie etwas gegen Ihr Akneproblem unternehmen, auch die Pflanzenheilkunde kann in vielen Fällen zu einer Verbesserung des Hautbildes beitragen.

  • Versuchen Sie einmal Umschläge mit Eichenrinde, die gerbende Wirkstoffe enthält und eine zusammenziehende, desinfizierende und Juckreiz stillende Wirkung hat. Nach den Umschlägen sollten Sie eine milde Feuchtigkeitscreme auftragen, um einer Austrocknung der Haut entgegenzuwirken.
  • Einen Eichenrindensud bereiten Sie folgendermaßen zu: besorgen Sie sich getrocknete Eichenrinde aus der Apotheke und geben zwei Esslöffel der zerkleinerten Rinde auf einen halben Liter Wasser. Nach 15 minütigem Kochen lassen Sie den Sud abkühlen und sieben ihn dann durch. Tauchen Sie einen Waschlappen in den Sud, drücken ihn gut aus und legen ihn 10-20 min auf. Wiederholen Sie die Umschläge 2-3 x. Den Sud sollten Sie nur frisch zubereitet verwenden,  am folgenden Tag müssen Sie ihn neu ansetzen.
  • Auch die Bittersubstanz des schwarzen Tees ist hilfreich. Kochen Sie ganz normal schwarzen Tee und führen die Umschläge wie vorgenannt durch. Die Einwirkzeit beträgt jedoch nur 2-3 min, anschließend sollte ebenfalls eine Feuchtigkeitscreme aufgetragen werden.
  • Mit Heilerde können Sie ebenfalls effektiv gegen Hautuntereinheiten vorgehen. Die Heilerde gibt es in Apotheken und Drogeriemärkten. Sie wird nach Herstellerangaben mit Wasser angerührt und anschließend als Maske auf das Gesicht aufgetragen. Sobald sie gut durchgetrocknet ist, wird die Maske mit lauwarmem Wasser entfernt und eine Feuchtigkeitscreme aufgetragen.
  • Probieren Sie es auch einmal mit Gesichts-Dampfbädern. Hierzu können Sie entweder drei Beutel Kamillentee oder einige getrocknete Thymianstiele mit 1 l heißem Wasser in eine Schüssel geben. Anschließend halten Sie Ihr Gesicht über das dampfende Bad und bedecken den Kopf mit einem Handtuch. Lassen Sie die ätherischen Öle in den Dämpfen ca. 10-15 min einwirken.
  • Empfehlenswert sind auch Akne-Tees. Mischen Sie je 15 g Anis, Fenchelsamen, Stiefmütterchen und Löwenzahn (getrocknet aus der Apotheke), kochen einen Teelöffel der Mischung mit 250 ml Wasser und sieben ab. Trinken Sie morgens und abends je eine Tasse.

Leichte und mittelschwere Akneformen können mit naturheilkundlichen Verfahren abgeschwächt werden. Bei schweren, zur Narbenbildung neigenden Formen im Gesicht sollte jedoch auf eine hautärztliche Behandlung nicht verzichtet werden.

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