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Agility-Hindernisse selber bauen - so gelingen höhenverstellbare Hürden

Hundesport, auch Agility genannt, wird immer beliebter. Gemeinsam mit Herrchen oder Frauchen kann Ihr Hund seine koordinativen Fähigkeiten austesten und in Wettkämpfen gegen andere Hunde antreten. Neben Wippe, Schrägwand und Tunnel ist auch die Hürde eines der klassischen Hindernisse. Mit nur wenig handwerklichem Geschick können Sie höhenverstellbare Hürden selber bauen, um zu Hause ausgiebig zu üben.

Hunde haben großen Spaß am Hundesport.
Hunde haben großen Spaß am Hundesport.

Was Sie benötigen:

  • 7 Dachlatten
  • wasserfester Holzleim
  • Besenstiel (120 cm)
  • Farbe
  • Holzschutzlack
  • Feinsäge
  • Gehrungslade
  • PVC-Rohr
  • 4 passende Schellen für Rohr
  • Bohrmaschine
  • Dübel
  • 4 kleine Holzstückchen
  • Schleifpapier

Wettkampftaugliche Agility-Hürden selber bauen

Wie viele Agility-Hindernisse, können Sie auch Hürden relativ leicht selber bauen. Auch als Anfänger in Sachen Heimwerken ist dies kein Problem.

  1. Sie benötigen für jede Seite der Hürde vier Dachlatten. Diese stecken Sie zu Dreiecken zusammen. Auf diese Weise liegt der Schwerpunkt niedrig, selbst bei Wind stehen die Hürden sicher. Die Länge der Latten finden Sie durch Ausprobieren.
  2. Schneiden Sie die zwei Latten auf Gehrung. Diese Verbindung genügt, weil die Hürden keiner großen Belastung ausgesetzt sind. Benutzen Sie eine Gehrungslade und eine Säge. Anschließend setzen Sie die Latten so zusammen, dass ein rechter Winkel entsteht.
  3. In die Oberkante der Latten fräsen Sie Nuten hinein, in diese stecken Sie die dritte Latte. Schleifen Sie überstehende Reste ab. Verleimen Sie alle Teile miteinander und fixieren sie mit Schraubzwingen. Lassen Sie das Dreieck einige Stunden trocknen. 
  4. Stellen Sie die Hürde so auf den Boden, dass sie mit dem rechten Winkel zu stehen kommt. Unter die Spitze setzen Sie ein kleines Holzstückchen, das etwa fünf Zentimeter hoch ist. Unter die andere Seite setzen Sie die letzte Dachlatte horizontal an. So entsteht zusätzliche Standsicherheit. Verleimen und verschrauben Sie Holzfuß und Latte. 
  5. Gehen Sie so auch für die zweite Seite der Hürde vor. Lackieren Sie die Hürden mit einem Holzschutzlack. Anschließend können Sie die Hürden noch farbig anmalen.

Hindernisse variabel gestalten

  1. Widmen Sie sich nun dem Verstellmechanismus. Zu diesem Zweck befestigen Sie jeweils zwei Schellen oben und unten - diese müssen passend zum Durchmesser des Rohrs ausgewählt werden - auf der Innenseite der Hürde. Schrauben Sie die Schellen fest.
  2. Schneiden Sie das PVC-Rohr so zu, dass es mit dem Ende der Hürde abschließt. Bohren Sie ein Loch in die Mitte des Rohrs und in die innen liegende Dachlatte. Stecken Sie einen Holzdübel in die Latte. Stecken Sie das Rohr in die Schellen und bringen den Dübel in Position. So verhindern Sie, dass das Rohr verrutscht, wenn Sie die Höhe verstellen. 
  3. Sägen Sie ein kleines Holzstück, etwa 5 x 5 Zentimeter groß, zu. In der Mitte schleifen Sie etwas von dem Holz weg, sodass eine kleine Mulde entsteht. Auf diese Weise weht die Auflage nicht weg. 
  4. Befestigen Sie eine dritte Schelle etwa in der Mitte des Rohrs, diesmal jedoch andersherum. Diese Schelle schrauben Sie nicht fest. Legen Sie die Holzauflage jeweils auf beide Hürden, direkt auf die Schelle. 
  5. Stellen Sie die Hürden in einem Abstand von 120 Zentimetern auf. Legen Sie den Besenstiel, den Sie gegebenenfalls noch auf die passende Länge zusägen müssen, auf die beiden Hölzchen. 
  6. Nun sind Ihre Hindernisse fertig. Orientieren Sie sich beim Training an den Regeln der FCI (Fédération Cynologique Internationale) für Agility-Wettbewerbe. So sollten große Hunde (L) 55 - 60 Zentimeter überspringen, mittlere Hunde (M) sollten 35 - 45 Zentimeter schaffen, für kleine Hunde stellen Sie Höhen zwischen 25 und 35 Zentimetern ein. Hierfür verschieben Sie einfach die mittlere Schelle an der Hürde.

Wenn Ihnen das Selberbauen Spaß gemacht hat, können Sie sich an weiteren Hindernissen versuchen.

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