Wer oft unter Aggressionen leidet, hat meist keinen guten Ruf. Er macht sich Freundschaften, Partnerschaften und Arbeitsbeziehungen kaputt. Aggressionsbewältigung tut Not. So zügeln Sie Ihre Aggressivität:
- 25.01.2011 Dr. Kathrin Kiss-Elder
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
- Grundsätzlich: Aggression ist ein wichtiges Gefühl. Es hilft uns, uns zu wehren. Aggression gibt uns das Gefühl, am Leben zu sein. Aggression hilft uns zu spüren, wann unsere Grenzen überschritten worden sind und ob wir vielleicht etwas ganz anderes wollen, als wir derzeit haben.
- So widersinnig es zuerst klingen mag: Sie müssen zuerst Ihre Aggressivität annehmen, bevor Sie sie anfangen zu zügeln.
- Manche können das nur mithilfe eines Therapeuten. Die Hilfe eines Therapeuten bei der Aggressionsbewältigung zu suchen und anzunehmen, ist keine Schande, sondern eine mutige Art, Verantwortung für sich zu übernehmen.
Aggressionsbewältigung nach außen und innen
- Sie müssen erst einmal dafür sorgen, dass andere durch Ihre Aggressionen nicht verletzt werden. Das ist Ihre Verantwortung. Wenn Sie wütend werden, gehen Sie aus dem Zimmer, aus der Wohnung, bringen Ihre Kinder in Sicherheit.
- Benützen Sie innere Bilder zur Aggressionsbewältigung. Sie wenden sich ab und atmen tief durch. Wenn Sie können, erinnern Sie sich an etwas Schönes. Es ist sinnvoll, sich dazu ein entspannendes Bild vorzubereiten. Etwa Ihre lächelnde Tochter oder ruhiges Meer.
- Dann schreiben Sie sich unbedingt auf, was Sie stört, was Sie wütend macht, auf die Palme bringt, Sie die Beherrschung verlieren lässt. Lassen Sie es fließen. Papier ist geduldig. Auch Ihre Tastatur. Hier dürfen Sie Dampf ablassen.
- Was können Sie tun, um das nächste Mal nicht mehr so aggressiv zu sein? Erarbeiten Sie Lösungen für Ihre Aggressionsbewältigung alleine, besser aber mit einem Freund, Therapeuten oder Seelsorger.