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Aero-Schokolade - Infos rund um die Herstellung dieser Luftschokolade

Die Aero-Luftschokolade ist ein ganz besonderer "Schaum", der dem Genießer auf der Zunge zergeht. Aber wie wird diese "Bläschenschoko" eigentlich hergestellt?

Zum Anbeißen - Luftschokolade
Zum Anbeißen - Luftschokolade © Hannelore_Dittmar-Ilgen / Pixelio

Aero-Schokolade - ein Patent schützt das Herstellungsgeheimnis

  • Betrachtet man die luftige Aero-Schokolade, die es übrigens in ähnlicher Form inzwischen auch von anderen Herstellern gibt, stellt man fest, dass die in etwa größengleichen Bläschen fein säuberlich über das ganze Schokoladenvolumen verbreitet sind. 
  • Das ist zunächst unerwartet, würde man doch denken, dass normalerweise vor dem Festwerden der Schokomasse zumindest ein Teil der Bläschen zur Oberfläche abgewandert sein müsste.
  • Das Herstellungsgeheimnis wird durch ein Patent aus dem Jahr 1935 geschützt, einige Hinweise lassen sich jedoch aus physikalischen Überlegungen ableiten.
  • Wahrscheinlich werden - unter moderatem Druck - kleine Gas- oder Luftbläschen zunächst mechanisch in die Schokomasse eingearbeitet.
  • Dieser Vorgang muss stattfinden, wenn die Schokolade sich bereit in einem relativ zähflüssigen Zustand befindet, sonst würde alles sehr schnell wieder ausgasen.
  • Nun wird die so mit Bläschen angereicherte Masse in Formen gefüllt, die schon vorab mit einem hauchdünnen Schokoladenüberzug ausgekleidet wurden. Tatsächlich ist die Oberfläche der Aero-Schokolade (und auch die der Nachahmer-Produkte) glatt, wie andere Schokoladentafeln auch.
  • Jetzt wird die Masse ziemlich schnell bei vermindertem Luftdruck gekühlt. Dabei nimmt das Volumen der kleinen Bläschen zu, was der Schokolade das einheitliche Aussehen "eingefrorener Blasen" verleiht.
  • Tatsächlich bleibt den Luft- bzw. Gaseinschlüssen kaum Zeit, an die Oberfläche zu wandern. Betrachtet man die (nicht ganz glatte) Unterseite der Tafeln, erkennt man jedoch immer einige Bläschen, die augenscheinlich an der Oberfläche geplatzt sind.

Fazit: Die große Zähflüssigkeit und das schnelle Abkühlen mit Unterdruck sorgen dafür, dass nicht allzu viele Bläschen die Flucht aus der Schokolade ergreifen konnten.

Schäume ganz anderer Art

  • Auch schwimmende Seifen wurden nach einem ähnlichen Prinzip hergestellt. Man findet sie jedoch heute kaum noch, da die kleinen Bläschen wohl dafür sorgten, dass sich die Seife zu schnell auflöste.
  • Schwimmende Metalle sind der Luftschokolade auch nicht unähnlich. Allerdings ähnelt die Fertigung eher dem Brotbacken, es werden Metallpulver und ein Treibmittel gemischt. Eine Wärmbehandlung sorgt dann für das gewünschte Aufgehen. Formteile entstehen, wenn das Material in einer Hohlform aufschäumt und dabei den vorhandenen Raum ausfüllt. Anwendung finden solche Schäume im Leicht- sowie Fahrzeugbau.
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