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Acryllack auf Wasserbasis richtig verarbeiten

Acryllack auf Wasserbasis richtig verarbeiten2:43
Video von Günther Burbach2:43

Umweltbewusste Menschen bevorzugen es Acryllack - der auf Wasserbasis aufgebaut ist - zu verwenden. Dieser wird ähnlich anderen Lacken verarbeitet und es stinkt nicht.

Wichtiges zu Acryllacken

Acryllacke gibt es - wie andere Lackfarben - in vielen Farben und für verschiedene Anwendungsbereiche. Achten Sie darauf, dass der Acryllack auf Wasserbasis für den gewünschten Zweck geeignet ist.

  • Anders als lösungsmittelhaltige Farben kann es Probleme geben, wenn Sie Farben auf Wasserbasis auf fettähnliche Oberflächen, wie manche Kunststoffe sie haben, auftragen wollen. Auch ist Acryllack schwierig, wenn die Flächen alte Anstriche mit anderen Lacken aufweisen. Hier genügt Anschleifen oft nicht, da müssen Sie die Farbe abschleifen.
  • Verwenden Sie immer einen Haftgrund, wenn der Hersteller des Acryllacks auf Wasserbasis diesen für den vorgesehenen Einsatzzweck empfiehlt. So machen Sie Flächen, die eigentlich nicht mit diesem Lack gestrichen werden können, für den Anstrich brauchbar.
  • Entfetten Sie alles, was Sie mit Acryllack auf Wasserbasis streichen wollen besonders gründlich, denn schon kleine Spuren von Fett sorgen dafür, dass dieser Lack nicht hält.
  • Verwenden Sie immer nur Produkte eines Herstellers, denn die Zusammensetzung von Haftgrund, Buntlack und Klarlack ist dann perfekt aufeinander abgestimmt. Sie können bei Acryllack auf Wasserbasis in der Regel die Farben mischen, beachten Sie im Einzelfall aber die Hinweise des Herstellers.
  • Benutzen Sie einen guten, nicht haarenden Pinsel oder einen Farbroller für Acrylfarben auf Wasserbasis. Das sind glatte, kurzflorige „Lammfellroller“, mit einer Florhöhe von bis zu 4 mm.
  • Waschen Sie, die benutzen Werkzeuge sofort nach dem Gebrauch mit Wasser aus. Dabei kann der Einsatz eines Geschirrspülmittels bei der Reinigung helfen.

Streichen von Lacken auf Wasserbasis

  1. Bereiten Sie den Untergrund vor und grundieren Sie diesen.
  2. Achten Sie beim Öffnen der Farbdose darauf, dass kein angetrockneter Acryllack in die Farbe fällt. Im Gegensatz zu anderen Lackfarben kann sich getrockneter Acryllack auf Wasserbasis nicht mehr auflösen, die Farbflocken würden im Lack verbleiben und so eine glatte Oberfläche der lackierten Fläche verhindern.
  3. Gießen Sie eine ausreichende Menge Acryllack in eine Farbwanne, wenn Sie mit einer Rolle streichen wollen. Rühren Sie etwas Wasser unter, wenn Ihnen die Farbe zu fest erscheint.
  4. Streichen Sie senkrechte Flächen von oben nach unten und immer in sich überlappenden Bahnen, nicht kreuz und quer. Wenn möglich, setzen Sie den Farbroller oder Pinsel vor der Fläche, auf die Sie Lackieren wollen, und heben das Werkzeug dahinter ab. So vermeiden Sie Spuren vom Werkzeug im Acryllack. Wenn dies nicht möglich ist, streichen Sie einmal rings um das Werkstück, das Sie mit dem Acryllack auf Wasserbasis streichen wollen und heben das Werkzeug - ohne zu bremsen - in dieser so lackierten Fläche ab.
  5. Drücken sie nur leicht auf den Pinsel oder die Rolle und führen Sie das Werkzeug langsam über die zu lackierende Fläche. Besonders bei Farbrollern besteht sonst die Gefahr, dass Sie Farbe aus dem Rand der Rolle herauspressen und so Streifen im Lack entstehen.
  6. Fahren Sie - immer wenn Sie ein Stück lackiert haben - noch mal mit dem fast trockenen Werkzeug in einer Richtung über den gerade zuvor gestrichenen Teil, um die Farbe glatt zu ziehen. Gehen Sie dabei nicht noch mal über die Farbe, die Sie schon glatt gezogen haben.
  7. Nach 3 bis 4 Stunden können Sie einen weiteren Anstrich mit dem Acryllack auf Wasserbasis aufbringen, wenn diese notwendig sein sollte. Flicken Sie keine Stellen aus, die nicht gleichmäßig geworden sind, sondern lackieren die ganze Fläche noch einmal.

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