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Abwassergrube reinigen - so geht's

Sind Sie Besitzer eines Eigenheims oder einer Schrebergartenanlage, müssen Sie dafür Sorge tragen, dass Ihre Abwassergrube ordnungsgemäß funktioniert. Auch wenn Sie Ihr Abwasser selbst in einer Kleinkläranlage aufbereiten, sind regelmäßige Wartungs- und Reinigungsarbeiten vonnöten. So werden Unter- und Überbelastungen sowie Geruchsbildungen vermieden.

Lassen Sie den Abwassertank regelmäßig warten.
Lassen Sie den Abwassertank regelmäßig warten.

Abwassergrube stinkt - was tun?

  • Bei einer Abwassergrube handelt es sich nicht im eigentlichen Sinn um eine Grube, vielmehr bekommen Sie einen Kunststoff- oder Betonbehälter, der in den Boden eingebracht wird. Eine Abwassergrube sollten Sie nutzen, wenn Sie nur wenig Abwasser entsorgen müssen und ein Anschluss an das öffentliche Kanalisationsnetz nicht möglich ist.
  • Überprüfen Sie regelmäßig die Pegelanzeige und den Überfüllmelder, sodass kein übel riechendes Abwasser aus einer vollen Abwassergrube entweichen kann. Vereinbaren Sie Termine mit Ihrem lokalen Entsorgungsunternehmen, um die Grube leeren zu lassen.
  • Bemerken Sie, dass aus Ihrer Abwassergrube selbst oder aus den Sanitäranlagen unangenehme Gerüche entweichen, kann das verschiedene Gründe haben. Überprüfen Sie, ob die Entlüftung frei ist. Manchmal wird auch empfohlen, Kaffeemehl in den Tank zu geben, um die typischen Gerüche der sich bildenden Faulgase abzumildern.
  • Nutzen Sie nur biologisch abbaubaren Reiniger und achten Sie darauf, welche Substanzen Sie in Toilette und Spüle schütten.
  • Eine Reinigung der Behälter dürfen Sie unter keinen Umständen selbst durchführen. Erst nach voriger Entleerung und Belüftung der Abwassergrube wird ein Facharbeiter sich um die Wartung und Reinigung kümmern.

Leistung der Kleinkläranlage unterstützen

  • Etwas ausgereifter sind sogenannte Kleinkläranlagen, mit denen Sie Ihr Abwasser selbst aufbereiten können. Auch bei diesen Anlagen übernimmt ein professionelles Unternehmen die Entleerung und Reinigung. Dennoch können Sie dafür sorgen, dass die Kläranlage nicht unter- oder überlastet ist.
  • Damit die Bakterien in der Abwassergrube arbeiten können, benötigen sie eine bestimmte Menge an Schlamm, der am Boden des Behälters verbleibt. Nutzen Sie Ihre Anlage regelmäßig, sodass die Bakterien nicht verhungern und das Abwasser ungeklärt bleibt. Nutzen Sie Ihre Abwassergrube nur einige Sommermonate lang, entsteht eine Unterlast.
  • Produzieren Sie zu viel Abwasser, indem Sie viel duschen, abwaschen oder die Sanitäranlagen benutzen, können die Bakterien dieses nicht schnell genug reinigen. Denken Sie in solch einem Fall über eine zusätzliche pflanzliche Kläranlage nach. Diese funktioniert mit Pflanzen, in deren Wurzeln sich die Bakterien einnisten. Die Bakterien ernähren sich von dem vorbeifließenden Wasser und reinigen es nebenbei.

Vereinbaren Sie regelmäßige Wartungs- und Reinigungstermine mit Ihrem Versorgungsunternehmen oder einer Fachfirma Ihres Vertrauens. Das Fachpersonal wird sich dann um die Instandsetzung und Reinigung wichtiger Teile sowie die Einstellung optimaler Betriebsverhältnisse kümmern.

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