- 29.12.2011 Marco Montalbano
- die richtige innere Einstellung
Das Abschalten im Kloster begünstigen
Sie können mehr dazu beisteuern, das Abschalten im Kloster herbeizuführen, als Sie vielleicht denken. Es klappt nur, wenn Sie mit der richtigen Vorbereitung und geistigen Einstellung an die Sache herangehen.
- Eine Grundvoraussetzung ist, Ihren Klosterurlaub so gut vorzubereiten, dass Sie sich wenig Gedanken darüber machen müssen, was zu Hause vor sich geht. Je besser Sie dort alles geregelt haben, desto weniger Sorgen werden Sie sich machen und können so besser entspannen.
- Störungen von außen sollten während Ihres Aufenthalts soweit wie möglich abgestellt werden. Ist es Ihnen ernst mit dem „etwas anderen Urlaub“ und den Entspannungszielen, sollten Sie in Erwägung ziehen, das Handy zu Hause zu lassen und kein Telefon auf dem Zimmer zu dulden. Lassen Sie in dieser Zeit die Welt einfach Welt sein und konzentrieren Sie sich auf sich. Für Notfälle können Sie ja bei ein paar Leuten die Telefonnummer der Klosterzentrale hinterlassen und darum bitten, dort wirklich nur anzurufen, wenn es unvermeidbar ist, Sie zu stören.
- Das Abschalten im Kloster beinhaltet, dass Sie Ihre gewöhnlich vorhandenen, zermürbenden Alltagsgedanken ausblenden und sich nur auf sich konzentrieren. Das müssen Sie wollen und mit diesem festen Willen Ihre Auszeit antreten. Vermeiden sollten Sie allerdings jede Zwanghaftigkeit, sonst erzielen Sie genau das Gegenteil. Haben Sie schon einmal versucht, nicht an etwas zu denken? Nehmen wir an, es handelt sich um eine Sahnetorte. Wenn Sie nun zwanghaft versuchen, nicht daran zu denken, haben Sie wahrscheinlich noch nie so intensiv an Sahnetorte gedacht. Es gar nicht schlimm, wenn Ihre Gedanken zwischendurch abschweifen und wieder gewohnten Pfaden folgen. Wenn Sie sich dabei ertappen, wie Sie an die Arbeit oder andere Dinge denken, die verhindern, dass Sie abschalten können, rufen Sie sich selbst zur Ordnung und lehnen Sie diese Gedanken bewusst ab. Gut ist dann, sich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren, die Sie genug ablenkt.
- Konzentrieren Sie sich auf den Augenblick. Nehmen Sie Kursangebote an. Einige Klöster bieten Workshops, Wellnessangebote, etc. an, die dazu dienen, durch körperliche Ausgeglichenheit Entspannung zu erlangen. Arbeit in einem Klostergarten kann auch eine Art von Meditation sein, bei der man in seiner Tätigkeit aufgeht. Auch die Teilnahme an den religiösen Handlungen im Kloster kann, vor allem, wenn Sie die nötige Glaubensbasis besitzen, sehr wohltuend sein. Egal, was Sie dort machen, meditative Versunkenheit kann oft erreicht werden und bewirkt manchmal „wahre Wunder“.
Kein schlechtes Gewissen haben
- Machen Sie sich am besten noch vor Antritt des Urlaubs klar, dass Sie kein schlechtes Gewissen haben müssen. Die Welt kommt auch für eine gewisse Zeit ohne Sie aus. Halten Sie sich das vor Augen und konzentrieren Sie sich bewusst nur auf den Aufenthalt oder versuchen Sie dies zumindest.
- Eine weitere Möglichkeit, befreit die Auszeit anzutreten, ist, dass Sie sich bewusstmachen, dass unentspannte Menschen, die nicht mehr abschalten können, oft zu Ungerechtigkeit und aggressivem Verhalten neigen, ohne dies zu wollen. So wollen Sie bestimmt nicht sein, und wenn Sie sich nun einen Erholungsurlaub gönnen, der unter Umständen dazu dient, Sie entspannter zu machen, tun Sie damit nicht nur etwas für sich, sondern auch für alle, die Sie im Alltag umgeben. Wenn Sie das verinnerlichen, wird Ihnen klar sein, dass Sie einfach kein schlechtes Gewissen haben müssen, und können loslassen.