Abpumpen und Stillen - Ernährung des Babys

Jede Frau kann Stillen lernen. Jede Frau kann Stillen lernen.
Eine der ersten Entscheidungen, die Sie und Ihr Partner fällen müssen, ist, ob Sie Ihr Kind stillen oder mit der Flasche ernähren. Die Muttermilch ist auf die Nahrungsbedürfnisse des Säuglings genau abgestimmt und leicht verdaulich. Ihr Baby wird keinesfalls darunter leiden, wenn Sie sich zur Flaschenernährung entschließen. Doch eine weitere Möglichkeit, anstelle der Brust, ist es die Muttermilch abzupumpen und diese dem Baby aus der Flasche zu geben. Mit dem Abpumpen der Muttermilch erreichen Sie ein hohes Maß an Flexibilität.
Anne-Kathrin Ellhorn
12.12.2011 Anne-Kathrin Ellhorn
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Für Babys nur das Beste - das Stillen

Die Muttermilch ist natürlich die beste Ernährung für Ihr Baby in den ersten Lebensmonaten. Wichtig ist, dass Sie sich am Anfang von leichten Schwierigkeiten nicht ermutigen lassen. Ihr Baby und auch Sie brauchen Zeit um das Stillen gemeinsam zu erlernen.

  • Sie sollten während des Stillens stets eine bequeme Position wählen, da Sie bis zur einer Stunde in dieser Position verbringen. 
  • Das erste Stillen sollten Sie im Sitzen durchführen. Achten Sie immer darauf, das Ihr Rücken gerade ist und die Füße den Boden erreichen. Wenn ein Stuhl für Sie zu unbequem ist, können Sie auch im Schneidersitz auf dem Bett stillen. Legen Sie sich hierfür einige Kissen in den Rücken.
  • Der klassische Wiegegriff klappt am besten im Sitzen. Halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf in Ihrem Arm liegt. Das Baby liegt auf der Seite, Bauch an Bauch mit Ihnen, Ohr, Schulter und Hüfte des Babys bilden eine Linie. Damit sich das Köpfchen in Höhe der Brustwarze befindet, legen Sie ein Kissen unter Ihr Baby, zudem fängt dieses das Gewicht des Babys auf. Mit Ihrer Hand geben Sie Po und Oberschenkel des Babys Unterstützung. Ihr Unterarm liegt entlang seinem Rücken.
  • Atmen Sie vor Beginn tief durch und versuchen Sie Ihre Schultern zu entspannen. Je entspannter Sie Ihrem Baby erscheinen, desto leichter wird es sich auf das Stillen einlassen. 
  • Geben Sie Ihrem Baby während des Stillens möglichst viel Hautkontakt. Wenn es die Situation zulässt, machen Sie Ihren Oberkörper komplett frei, so gelingt es oftmals besser, das Baby richtig anzulegen. 
  • Nachdem Sie beide im Stillen geschickt sind, können Sie in fast jeder bequemen Haltung stillen. 
  • Das Stillen im Liegen ist vor allem nachts eine praktische und kuschelige Sache. Legen Sie sich auf die Seite, die Schulter etwas nach vorn, der Kopf liegt auf einem Kissen. Ihr Baby liegt ebenfalls auf der Seite, in Höhe der Brustwarze. Damit seine Seitenlage stabil bleibt, legen Sie ihm ein Kissen oder eine Handtuchrolle in den Rücken. 
  • Eine weitere Position ist die Hoppe-Reiter-Stellung. Diese Position kommt vor allem schwachen und sehr müden Babys entgegen. Auch Babys mit einer verstopften Nase und Frauen mit sehr großen Brüsten profitieren von dieser Stillposition. Sie sitzen dabei aufrecht auf dem Sessel, Ihr Baby auf einem Oberschenkel, so wie beim Hoppe-Reiter-Spiel. Der Mund des Babys sollte auf Höhe der Brustwarze sein. Eventuell müssen Sie ein Kissen unter Babys Po schieben. Unterstützen Sie Ihr Kind im Rücken mit Hand und Unterarm. 
  • Achten Sie beim Stillen darauf, dass Ihr Baby immer eine Hand frei hat, um Ihre Brust anzufassen und zu streicheln. 
  • Wichtig beim Stillen ist es auch, dass Sie sich niemals vorbeugen. 
  • Stillen macht durstig, stellen Sie sich immer ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee bereit. 
  • Zudem sollten Sie in Ruhe stillen. Schalten Sie daher alles möglichen Störquellen aus. 

Das Baby beim Stillen anlegen - so geht´s

  1. Damit das Baby richtig schlucken kann, sollte es so liegen, das es ohne Mühe die Brust erreichen kann. 
  2. Wenn Ihr Baby zum Stillen das kleine Mündchen nicht weit genug aufmacht, dann können Sie mit Ihrer Brustwarze das Mündchen des Babys berühren. So löst es bei dem Kind den Reflex des Schluckens aus. Das Baby öffnet den Mund und streckt die Zunge leicht heraus. Das ist der ideale Moment, um anzulegen.
  3. Wenn das Baby einen großen Teil der Brustwarze im Mund hat, läuft alles perfekt. Die Lippen des Babys sollten glatt und nach außen gestülpt um den Warzenhof liegen. 
  4. Falls Ihnen das Saugen Ihres Babys wehtut, lösen Sie im Mundwinkel des Babys den Saugschluss mit Ihrem Finger. Dann folgt der zweite Versuch. Vielleicht auch noch ein Dritter. Setzen sie sich nicht unter Druck. Das Anlegen muss nicht auf Anhieb klappen. 

Muttermilch abpumpen - das große Maß an Flexibilität

Die Möglichkeit Muttermilch abzupumpen, verleiht Ihnen ein großes Maß an Flexibilität. Wenn Sie nicht gerne in der Öffentlichkeit Stillen ist dies die beste Lösung, wenn Sie mal länger unterwegs sind. Dann bekommt Ihr kleiner Schatz die gute Milch aus der Flasche. Des Weiteren ist dies eine Möglichkeit, wenn Sie zu viel Milch produzieren. Dann können Sie sich einen kleinen Milchvorrat im Kühlschrank anlegen. 

  • Elektrische Geräte zum Abpumpen erhalten Sie oftmals auf Rezept. Sie können jedoch auch, das Gerät in Ihrer Apotheke gegen eine Kaution ausleihen. 
  • Handpumpen gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Hier sollten Sie sich in der Apotheke oder von Ihrer Hebamme beraten lassen und eine wählen, mit der Sie am besten zurechtkommen. 
  • Sämtliche Geräte der Pumpe müssen immer sterilisiert werden. 
  • Vor dem Abpumpen baden Sie Ihre Brüste in warmem Wasser und massieren Sie sie, als würden Sie die Milch ausdrücken wollen. 
  • Legen Sie die Öffnung der Pumpe so fest auf Ihren Warzenhof, dass eine luftdichte Verbindung entsteht. 
  • Die Pumpe muss den gleichen Druck auf Ihre Milchdrüsen ausüben, wie der Mund Ihres Babys beim Saugen. 
  • Pumpen Sie immer beide Brüste leer. 
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