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Abmahnung - Frist richtig einhalten

Eine Abmahnung rügt ein bestimmtes Verhalten. Der Abgemahnte wird darauf aufmerksam gemacht, dass sein Verhalten nicht toleriert wird. Juristendeutsch und eine oft viel zu kurz angesetzte Frist sollen den Druck auf den Abgemahnten erhöhen.

Abmahnung von einem Rechtsanwalt prüfen lassen.
Abmahnung von einem Rechtsanwalt prüfen lassen.

Abmahnung vom Arbeitgeber als Chance sehen

  • Hat sich ein Arbeitnehmer einen groben Fehler erlaubt und sich vertragswidrig verhalten, kann er vom Arbeitgeber eine Abmahnung erhalten. Diese soll sicherstellen, dass das Fehlverhalten künftig unterbleibt, und kann als Chance für den Fortbestand des Arbeitsvertrages gesehen werden.
  • Eine Frist, in der die schriftliche Abmahnung zu erfolgen hat, gibt es nicht. Als grobe Richtlinie gelten 2 Wochen. Der Arbeitgeber sollte die Abmahnung aber möglichst zeitnah aussprechen, damit der Arbeitnehmer nicht denkt, dass sein Veralten toleriert wird.
  • Hat der Arbeitnehmer die Abmahnung erhalten, gibt es keine Frist. Er muss sein Verhalten sofort umstellen, ansonsten droht nach der Abmahnung die fristlose Kündigung.

Kurze Frist als Druckmittel bei der "Abmahn-Abzocke"

  • Schon vor einigen Jahren haben fragwürdige Anwälte einen Weg gefunden, viel Geld zu verdienen, für das sie wenig, bis gar nichts tun müssen. Reihenweise werden Internetnutzer aus den fadenscheinigsten Gründen abgemahnt. Meist wird ihnen ein Fehlverhalten im Wettbewerbsrecht vorgeworfen. Das kann schon dann passieren, wenn Sie ein paar Körnchen Blumensamen im Internet versteigert haben.
  • Wenn Sie eine solche Abmahnung erhalten, werden Sie aufgefordert, innerhalb einer sehr kurzen Frist eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Das Juristendeutsch und die viel zu kurz angesetzte Frist sollen den Druck auf Sie erhöhen.
  • Verfallen Sie bitte nicht in Panik, und unterschreiben Sie die Unterlassungserklärung nicht, wenn Sie sich keiner Schuld bewusst sind und den Verdacht haben, dass Sie der "Abmahn-Abzocke" aufgesessen sind.
  • Suchen Sie einen Rechtsanwalt auf, der die Unterlassungserklärung so umschreibt, dass sie nicht mehr als Geständnis ihrerseits angesehen werden kann. Außerdem wird er das Ihnen vorgeworfene Verhalten sehr genau prüfen und im günstigsten Fall dafür sorgen, dass die vielleicht ungerechtfertigte Abmahnung dort landet, wo sie hingehört - im Mülleimer.
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