Dehnungsstreifen – diese roten oder weißlichen Streifen an Armen, Beinen, Bauch und Brüsten sind vielen ein Dorn im Auge. Dehnungsstreifen entstehen, wenn sich Gewebe zu schnell dehnen muss. Ursachen für zu starke Dehnung sind mannigfaltig - der Riesen-Wachstumsschub in der Pubertät, schnelle Gewichtszunahme, Schwangerschaft, aber auch schneller Muskelaufbau, zum Beispiel beim Bodybuilding, können zu Dehnungsstreifen führen. Außerdem spielt natürlich auch Veranlagung eine Rolle. Wer zur Bindegewebsschwäche neigt, hat auch oft mit Dehnungsstreifen zu kämpfen. Sind die Dehungsstreifen einmal da, kann man kaum noch etwas gegen sie unternehmen, deshalb ist Vorbeugen bei Dehnungsstreifen die wichtigste Abhilfe.
- 20.01.2012 Judith Karl
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Obwohl Dehnungsstreifen von vielen Menschen als störend empfunden werden, gibt es kaum Angebote die versprechen Abhilfe zu schaffen. Und das hat seinen Grund. Streng genommen sind Dehnungsstreifen nämlich Narben im Unterhautgewebe (Subkutis) und sind Narben erst einmal da, kann man kaum noch etwas gegen sie unternehmen. Manchmal werden sie mit der Zeit von alleine besser, vor allem wenn die Dehnungsstreifen am Anfang rot sind, bestehen gute Chancen, dass die Streifen mit der Zeit verblassen und eine weißliche Färbung annehmen. Zwar gibt es die Möglichkeit die Dehnungsstreifen auch beim Facharzt mit Salben oder sogar Laser behandeln zu lassen, die Erfolge solcher oft kostspieligen Behandlungen sind jedoch oft eher begrenzt. Besonders oft treten Dehnungsstreifen während der Schangerschaft auf, hier kommt außer der schnellen Dehnung der Haut noch dazu, dass Hormone in der Schwangerschaft die Haut weniger dehnbar machen. Daher ist es wichtig, sollte man die ersten Dehnungsstreifen an sich bemerken, sofort präventiv gegen eine Bildung neuer Streifen vorzugehen.
- Sport und Bewegung: Hierbei gilt es nicht nur einer zu schnellen Gewichtszunahme entgegenzuwirken, Sport stärkt auch das Bindegewebe und macht es gleichzeitig elastischer. Besonders gut ist Schwimmen, da der Wasserdruck sich zusätzlich positiv auf das Bindegewebe auswirkt. Aber auch schon ein täglicher Spaziergang oder Radfahren sind ein guter Anfang.
- Die richtige Pflege: Auch Pflege ist von großer Bedeutung um der Bildung von neuen Dehnungsstreifen vorzubeugen. Gerade während der Schwangerschaft ist eine tägliche Massage mit speziellen Schwangerschaftspflegeölen zu empfehlen.
- Ein weiterer Pflegehinweis zur vorbeugenden Behandlung von Dehnungsstreifen sind spezielle Bindegewebsmassagen mit einem Lufaschwamm oder Peelinghandschuh. Massieren Sie dabei die betroffenen Stellen kreisförmig, zum Herzen hin (das heisst zum Beispiel das Bein von den Füßen aufwärts) und gehen Sie nicht zu grob vor. Eine andere Möglichkeit der Massage ist die bindegewebslockernde Zupfmassage. Nehmen Sie hierbei die Haut zwischen zwei Finger, ziehen Sie mehrmals leicht von der Muskulatur weg und lassen Sie sie dann zurückgleiten.
- Um die Narbenheilung bei neuen, roten oder wulstigen Dehnungsstreifen zu fördern und neuen Dehnungsstreifen vorzubeugen wird auch die Massage mit einer Tinktur aus Tigergrass (auch Wassernabel genannt, lat. Centella asiatica) empfohlen. Tigergrass hat eine straffende und regenerierende Wirkung und wird auch zur Narbenbehandlung zum Beispiel bei Akne eingesetzt. Wem die Herstellung einer Tinktur zu umständlich ist, findet auch fertige Ölmischungen (vor allem für Schwangere), denen bereits Tigergrass zugesetzt ist.