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Abgelaufener Mozzarella - noch essbar?

Während einige Lebensmittel pappig werden oder an Geschmack verlieren, ist Mozzarella als Milchprodukt vorsichtiger zu behandeln, wenn er abgelaufen ist. Sie müssen den Käse aber nicht am ersten überfälligen Tag entsorgen.

Mozzarella darf nicht sauer riechen, Schimmel zeigen oder aus einer aufgeblähten Verpackung stammen.
Mozzarella darf nicht sauer riechen, Schimmel zeigen oder aus einer aufgeblähten Verpackung stammen.

Abgelaufene oder ungenießbare Lebensmittel erkennen

Viele Lebensmittel landen im Mülleimer, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Oft sind diese noch einige Tage genießbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, wie lange ein Produkt garantiert die erwarteten Geschmacks- und Konsistenzeigenschaften hat. Ist ein Produkt abgelaufen, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Sie es entsorgen müssen. Mozzarella verdirbt allerdings schnell.

  • Mozzarella, ob von Kühen oder Büffeln, ist ein Milchprodukt, das oft von Keimen besiedelt ist. Nähreres hierzu finden Sie in einem Test von Stiftung Warentest, bei dem verschiedene Mozzarella-Produkte getestet wurden.
  • Mozzarella ist ein Käse und somit ein Milchprodukt. Milchprodukte werden sauer, wenn sie schlecht sind oder setzen Schimmel an. Mozzarella wird schmierig und kann bitter schmecken.
  • Mozzarella kann vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums schlecht werden. Laut Stiftung Warentest waren einige der getesteten Käse vor dem Ende der angegebenen Mindesthaltbarkeit zerlaufen und schlecht.
  • Andersherum: Ist ein Mozzarella abgelaufen, ist er nicht gleich ungenießbar. Ein zwei oder drei Tage über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus gelagerter Mozzarella kann genießbar sein. Öffnen Sie die Packung, solange diese nicht aufgebläht ist und riechen Sie an dem Käse. Riecht er sauer oder bitter, fühlt er sich schmierig an oder zeigt er Schimmel, dürfen Sie ihn nicht mehr essen. Riecht und schmeckt er gut können Sie Sie ihn zum Kochen verwenden oder unerhitzt essen.
  • Büffelmozzarella wird schneller schlecht als Kuhmilchmozzarella. Das liegt daran, dass dieser Käse nicht oder bei niedrigen Temperaturen pasteurisiert wurde. Achten Sie bei Büffelmozzarella verschärft auf Frische. Er muss fest sein, der Kern leicht flüssig. Büffelmozzarella kann lange vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums schlecht werden.

Kaufen Sie nur Mozzarella, der noch mindestens zwei Wochen haltbar ist. Lagern Sie ihn im Kühlschrank auf den oberen Glasböden. Hier ist es kälter als in der Tür oder im Gemüsefach.

Wann Sie den Mozzarella entsorgen müssen

Es gibt untrügliche Zeichen, bei denen Sie den Käse auf keinen Fall mehr essen dürfen. Entsorgen Sie ihn im Restmüll.

  • Hat der Käse Schimmel angesetzt, schneiden Sie diesen nicht weg, wie dies ist bei Hartkäse möglich ist. Entsorgen Sie den ganzen Mozzarella. Sie dürfen ihn auch erhitzt nicht essen.
  • Bei saurem oder bitterem Geruch ist der Käse ebenfalls ungenießbar. Das Gleiche gilt, wenn das erste Stück säuerlich schmeckt. Büffelmozzarella schmeckt scharf und prickelt auf der Zunge, wenn er schlecht wird. Verwenden Sie schlecht gewordenen Mozzarella weder pur noch erhitzt.
  • Eine aufgeblähte Verpackung ist ein Risiko. Der Grund kann rein mechanischer Art sein, wenn beim Einschweißen Luft eingeschlossen wurde. Hinter der aufgeblähten Verpackung können sich im schlimmsten Fall Fäulnisbakterien und andere Mikroorganismen verbergen. In Ausnahmefällen kam es in der Vergangenheit zu einer Besiedlung von Käse mit Chlostridium botulinum, dem Erreger des Botulismus. Diesen erkennen Sie weder am Geschmack noch am Geruch. Botulismus ist eine lebensgefährliche Lebensmittelvergiftung. Entsorgen Sie deshalb Mozzarella in aufgeblähten Verpackungen.

Abgelaufener Mozzarella ist nicht gleich ungenießbar. Sie erkennen schlecht gewordenen Mozzarella an Schimmel, saurem oder bitterem Geruch und Geschmack und aufgeblähter Verpackung. Entsorgen Sie den Käse, sobald er merkwürdig riecht, auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist.

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