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70er-Alltag - Informatives

Der Alltag der 70er Jahre war vor allem dadurch geprägt, dass er sich von dem der 60er durch einige radikale Neuerungen in den Medien und dem Grundgedanken auf die Freizeit abgrenzte.

Auch die Medienkultur bestimmte den Alltag der 70er Jahre.
Auch die Medienkultur bestimmte den Alltag der 70er Jahre.

Der Alltag in den 70er Jahren war vor allem dadurch geprägt, dass sowohl die Berufe der Menschen sich stark wandelten, als auch die Freizeitbeschäftigungen. So brachte die Medienrevolution die Möglichkeit, einer breiteren Masse Fernsehgenuss und Radiosendugen zu bieten und das Gesundheitsbewusstsein der Menschen aller Altersklassen wuchs. Gleichzeitig entstanden aber auch Gegenbewegungen, zu jeder vermeintlich postiven Bewegung oder Einstellung einer größeren Gruppe.

Der Alltag in den 70er Jahren

  • Was die Arbeit in den 70er Jahren angeht, lässt sich sagen, dass eine Verschiebung der Arbeitsplätze in Deutschland vonstatten ging. So verschoben sich die Zahlen der Erwerbstätigen Mitte der Siebziger vom vorher größtenteils industriellen Sektor in den Dienstleistungssektor. Das heißt, die Menschen lernten jetzt öfter Berufe wie Arzt, Anwalt, Banker oder Kaufmann und waren weniger in Industrie und Handwerk tätig.
  • Gleichzeitig stieg der Bildungsstand rapide an, da die meisten Leute nun nicht mehr als typische "Arbeiter", sondern oftmals als Beamte mit guter Bildung tätig waren. Fast ein Drittel aller Kinder gingen täglich auf das Gymnasium, alle anderen verteilten sich etwa gleichmäßig auf Haupt- und Realschulen. 
  • In der Jugendkultur gab es wenige politisch interessierte Vereinigungen, die sich für Umweltschutz und ähnliches einsetzten. Vielmehr dominierte eine rebellische Jugend die Politik und prägte den "Häuserkampf", bei welchem sich nicht selten Kämpfe mit Polizei geliefert wurden.

Typische Freizeitbeschäftigungen in den 70ern

Immer bedeutender wurde die Freizeit in den 70ern, da mit der Rebellion der Jugend neue Bewegungen entstanden, Schulverweigerer sich zu Gruppen, wie den "Punks" zusammenschlossen und ihren Alltag auf der Straße oder auf Wiesen verbrachten. 

  • An den Samstagabenden gingen die meisten Jugendlichen in Diskotheken, die immer beliebter wurden. Man tanzte und trank Alkohol, der steigende Marihuanakonsum der späten 60er Jahre wurde fortgeführt. Die Jugendlichen die noch zu jung waren, um auszugehen schauten abends gerne Serien wie "Disko" in denen die Lieder Ihrer Popstars live performt wurden.
  • Insgesamt stieg im Zuge der Medienrevolution die Anzahl der privaten Fernsehgeräte und Radios stark an. Viele Familien hatten jetzt einen eigenen Fernseher und verbrachten so Ihre Feierabende.
  • Gleichzeitig stieg aber auch das Bewusstsein für die Verantwortung dem Körper gegenüber, weshalb sich viele Leute von der "Trimm-Dich-Bewegung" mitreißen ließen und am besonders Wochende viel Sport trieben.
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