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400-Job und Familienversicherung - das sollten Sie wissen

Ein 400-Euro-Job ist eine gute Gelegenheit, die Familienkasse aufzubessern. Sind Sie familienversichert bei Ihrem Ehepartner oder den Eltern, haben Sie durch die Minijobs die Gelegenheit, das Einkommen ohne Verlust der beitragsfreien Familienversicherung zu ergänzen. Erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, um Ihre beitragsfreie Krankenversicherung nicht zu gefährden.

Minijob und Familienversicherung funktioniert gleichzeitig.
Minijob und Familienversicherung funktioniert gleichzeitig.

Sie haben mehrere Möglichkeiten, trotz Job in der Familienversicherung zu bleiben.

Ein Job mit 400 Euro Einkommen

  • Wenn Sie einen Minijob mit 400 Euro Verdienst im Monat annehmen, ist Ihre Familienversicherung in der Regel nicht in Gefahr. Diese Einkommensgrenze ist recht eindeutig, sofern Sie als Arbeitnehmer angestellt werden und Ihr Arbeitgeber die Pauschale abführt, die für diese Jobs angesetzt wird. 
  • Beachten Sie, dass die Grenze für Ihren Verbleib in der Familienversicherung Ihr monatliches Gesamteinkommen ist. Haben Sie zugleich hohe Zinseinnahmen aus Sparguthaben oder zahlt Ihr Arbeitgeber nicht nur die 400 Euro monatlich, sondern auch Zulagen, besteht die Gefahr, dass Sie die Grenze überschreiten.
  • Ist Ihr Job als freiberufliche Tätigkeit eingestuft, bei der Sie keinen festen Arbeitgeber haben, gilt die 400-Euro-Grenze nicht, auch wenn Sie nur nebenberuflich arbeiten. Dann können Sie nur 375 Euro dazuverdienen, wenn Sie weiter in der Familienversicherung bleiben wollen.
  • 375 Euro sind zwar bei Freiberuflern die Einkommensgrenze, die Familienversicherung bleibt Ihnen aber nur erhalten, wenn Sie auch zeitlich weiterhin nur eine Nebentätigkeit ausüben. Mehr als 18 Wochenstunden dürfen Sie für Ihren Job nicht aufwenden, um ihn als Nebenberuf zu betreiben und die Familienversicherung zu erhalten.
  • Bei einem Minijob mit 400 Euro Einkommen ist die Begrenzung auf bestimmte Wochenstunden für die Familienversicherung nicht mehr maßgeblich. Allerdings sollten Sie sich bei aller Freude an Ihrem Job überlegen, ob Sie wirklich für einen Arbeitgeber schuften wollen, der Ihnen 3 Euro oder weniger Stundenlohn zahlen will.

Besonderheiten in der Familienversicherung

  • Haben Sie einen 400-Euro-Job und sind zugleich familienversichert, ist die Krankenkasse zumeist völlig uninteressiert an Ihnen und Ihrer Tätigkeit. Sie müssen keine monatlichen Nachweise führen. Sollten doch Rückfragen auftauchen, reicht zumeist die Übersendung einer Gehaltsabrechnung mit den Jahreswerten, um Ihren Status in der Familienversicherung zu erhalten.
  • Gibt es Unstimmigkeiten über die Einkommensgrenze von 400 Euro und zusätzliche Einnahmen, beachten Sie bei der Berechnung für die Familienversicherung Ihre Freibeträge. Diese betreffen die Pauschale für die Zinserträge und die Arbeitnehmerpauschbeträge.
  • Es ist auch bei der Familienversicherung zulässig, dass Sie die Grenze von 400 Euro zweimal im Jahr überschreiten. Dies ist insbesondere dann für Sie wichtig, wenn in Ihrem Job der Arbeitgeber so großzügig ist und sogar Aushilfen Weihnachts- und Urlaubsgeld zahlt.
  • Haben Sie einen Minijob und sind zugleich familienversichert, erhalten Sie im Fall einer länger dauernden Erkrankung kein Krankengeld. Dafür muss die Krankenkasse bei der Familienversicherung und der Art des Jobs nicht eintreten.

Rechnen Sie genau nach, was Sie insgesamt bei einem 400-Euro-Job im Jahr nach allen Abzügen verdienen, damit die Familienversicherung erhalten bleibt.

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