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400-Euro-Job nebenbei - das sollten Sie beachten

Sie wollen Ihre Haushaltskasse aufstocken oder suchen eine Haushaltshilfe? Ein 400-Euro-Job nebenbei ist dafür die ideale Möglichkeit. Ob Sie bereits eine Vollzeitbeschäftigung haben, oder in der Familienversicherung krankenversichert sind, ist dabei nicht wichtig. Als Arbeitnehmer können Sie etwas hinzuverdienen, wenn der Arbeitgeber die gesetzlichen Regelungen beachtet.

Haushaltshilfen sind beliebte Minijobber.
Haushaltshilfen sind beliebte Minijobber.

Arbeitnehmer und der Job nebenbei

Einkommen nebenbei kann nie schaden.

  • Mit Ihrem Minijob können Sie sich im Jahr zusätzlich bis zu 4.800 Euro nebenbei verdienen. Im Monat sind das 400 Euro. Beachten Sie aber, dass eine zusätzliche Zahlungen wie Weihnachtsgeld später hinzugerechnet und der monatliche Durchschnitt gebildet wird. Liegt dieser dann über 400 Euro, haben Sie keinen sozialversicherungsfreien Job mehr nebenbei. Sie müssen mit Nachforderungen rechnen.
  • Ihr Minijob ist nicht auf eine Stelle begrenzt, wenn Sie sonst keine Vollzeitstelle als Arbeitnehmer haben. Es ist also dann durchaus möglich, mehr als nur einen Job anzunehmen. Wichtig ist dabei nur, dass alle Ihre Jobs nebenbei zusammen im Monat nicht mehr Einnahmen als 400 Euro ergeben.
  • Haben Sie bereits einen Vollzeitjob, kann es sein, dass Sie die Nebentätigkeit Ihrem Arbeitgeber laut Arbeitsvertrag melden müssen. Arbeiten Sie im öffentlichen Dienst, ist es ohnehin Ihre Pflicht, sich die entsprechende Genehmigung für den Job nebenbei einzuholen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Arbeitgeber Sie mit Ihrem 400-Euro-Job ordnungsgemäß bei der Minijobzentrale anmeldet. Sie haben auch die Möglichkeit, die Beiträge zur Rentenkasse durch eine Beteiligung aufzustocken. Tun Sie das, wird Ihr 400-Euro-Job später bei Ihren Rentenberechnungen berücksichtigt.
  • Als Minijobber steht Ihnen wie jedem anderen Arbeitnehmer der gesetzliche Mindesturlaub zu. Sie werden bei einer nachgewiesenen Erkrankung weiterhin bezahlt und können nur unter Einhaltung der Kündigungsfristen entlassen werden.

Arbeitgeber und 400-Euro-Jobs

  • Wenn Sie jemanden für bis zu 400 Euro monatlich nebenbei beschäftigen, müssen Sie dies der Minijobzentrale melden. Diese gehört zur Deutschen Rentenkasse Bahn-See. Das Meldeverfahren ist einfach und hilft Ihnen, die nötigen Pauschalbeiträge für die Sozialversicherung korrekt abzuführen.
  • Auch Hilfen nebenbei im Haushalt sind 400-Euro-Kräfte, die gemeldet werden müssen. Hier haben Sie den Vorteil, dass diese über die Minijobzentrale noch unfallversichert werden. So sind auch Sie als Arbeitgeber abgesichert, wenn Ihre Haushaltshilfe einen der typischen Haushaltsunfälle erleiden sollte.
  • Auch wenn der Job nur nebenbei ausgeübt wird, machen Sie mit Ihrer Aushilfe einen Arbeitsvertrag, in dem alle wichtigen Daten festgehalten werden. Die Höhe des Monatslohns oder des Stundenlohns muss darin geregelt sein, tarifliche Vorschriften beachtet werden, Urlaubsansprüche und Kündigungsfristen vereinbart sein.
  • Arbeitnehmer, die für 400 Euro nebenbei für Sie arbeiten, sind kein arbeitsrechtliches Freiwild. Wenn Sie sich als Arbeitgeber nicht an die gesetzlichen Regelungen halten, können Ihre Arbeitnehmer gegen Sie vorgehen. Umso wichtiger ist es, das Arbeitsverhältnis korrekt zu gestalten.

Wenn dann noch in der Steuererklärung das Finanzamt über den 400-Euro-Job informiert wird, können Sie beruhigt nebenbei arbeiten gehen oder eben arbeiten lassen.

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