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400-Euro-Job als Zweitjob - steuerrechtliche Hinweise

Ein Zweitjob ist hilfreich um kurzfristig die Urlaubskasse aufzubessern. Grundsätzlich ist ein 400-Euro-Job steuerfrei. Zwei 450-Eurojobs sind dann steuerfrei, wenn sie insgesamt die 450 Euro nicht überschreiten.

Als Schreibhilfe können Sie gut auf 400-Euro-Basis arbeiten
Als Schreibhilfe können Sie gut auf 400-Euro-Basis arbeiten

Keine Steuerpflicht für den Zweitjob auf 400-Euro-Basis

  • Der Zweitjob ist nur dann steuerpflichtig, wenn Sie im Nebenjob zuviel verdienen. Wenn das monatliche Einkommen höher als 400 bzw. mittlerweile 450 Euro (seit dem 1. Januar 2013)  ist, fällt eine Steuerpflicht an. Unter diesem Freibetrag ist das Einkommen für den Zweitjob steuerfrei.
  • Fällt das Einkommen doch höher aus, werden Sie automatisch in Steuerklasse VI eingeteilt. Diese ist relativ hoch besteuert.
  • Jedoch besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Steuererklärung einen Teil der im Rahmen des Jobs gezahlten Steuer, oder auch die komplett gezahlten Steuern, im nächsten Jahr zurückzuerhalten.
  • Möchten Sie keine Steuer zurückerhalten oder haben Sie keine Steuern bezahlt, dann ist auch eine Steuererklärung nicht notwendig. Der Zweitjob muss dann auch nicht beim Finanzamt angemeldet werden (vorausgesetzt das Einkommen liegt unter 451 Euro).

Anmeldung des Zweitjobs

  • Bevor Sie einen Zweitjob auf 400-Euro-Basis annehmen, sollten Sie Ihren Arbeitgeber fragen bzw. informieren. Ein Job in derselben Branche ist in vielen Berufen nicht erlaubt. Meist ist dies bereits im Arbeitsvertrag ausgeschlossen.
  • Wenn Sie den Job dennoch annehmen, kann dies ein Kündigungsgrund im Erstjob sein. Dieses Risiko einzugehen lohnt sich nicht. Alternativ suchen Sie sich besser einen Job in einer komplett anderen Branche. Gegen das Austragen von Zeitungen haben z. B. die wenigsten Chefs etwas einzuwenden. Wichtig ist jedoch immer, dass der Erstjob unter dem Zweitjob nicht leidet.
  • Beamte oder Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst sind verpflichtet den Zweitjob beim Dienstherren bzw. Vorgesetzten anzumelden. Tun Sie dies nicht, ist dies ein Grund für eine Abmahnung oder im schlimmsten Fall für eine Kündigung.
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