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3 Euro-Münze - Wissenswertes zu numismatischen Raritäten

Jedes Euroland verfügt über einen regulären Euro-Münzsatz, der in eigener Verantwortung gestaltet und geprägt wird. Zudem darf jährlich eine 2 Euro-Gedenkmünze unters Volk gebracht werden, die in allen Euro-Staaten gesetzliches Zahlungsmittel ist. Bereits seit 2008 gibt es jedoch auch eine 3 Euro-Münze - ein Zeichen für fortschreitende Inflation oder was steckt dahinter?

Zu normalen Euro-Familie gehört die 3-Euro-Gedenkmünze nicht.
Zu normalen Euro-Familie gehört die 3-Euro-Gedenkmünze nicht.

In den Staaten, die sich den Euro als Zahlungsmittel erwählt haben, können Münzen in nationaler Verantwortung unter Einhaltung von Vorschriften der EU geprägt werden. Für Slovenien erledigt das mangels eigener Prägeanstalt Finnland. Banknoten werden von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgegeben.

Gedenkmünzen in der EU

  • Numismatiker sind generell nicht an Massenware interessiert. Münzen in kleinen Auflagen oder Gedenkmünzen sind für Münzhändler und Sammler gleichermaßen von Interesse. Jeder Mitgliedstaat des Eurosystems darf jedes Jahr eine Gedenkmünze im Nennwert von 2-Euro herausgeben. 
  • Diese Stücke haben die gleichen Merkmale und Eigenschaften wie normale Münzen auch. Daher ist immer auch die gemeinsame Seite gleich den normalen Zwei-Euro-Stücken. Einen Unterschied gibt es in Form der speziellen Gestaltung der nationalen Seite.
  • Durch die Zentralbank ist vorgeschrieben, dass Gedenkmünzen ausschließlich in der Form 2-Euro-Münzen herausgegeben werden und im gesamten Währungsgebiet wie ganz normales gesetzliches Zahlungsmittel verwendet und akzeptiert werden. 

Sloweniens 3-Euro-Münze 

Der EU- und Eurobeitritt Sloweniens stellt insbesondere für Numismatiker eine Bereicherung dar. Im Gegensatz zu den als Massenware angesehenen normalen Euro- und Centstücken sind es vor allem die 3-Euro-Gedenkmünzen, die das Interesse auf sich ziehen. Einigen Sammlerwert haben sonst lediglich sehr seltene Kursmünzensätze und polierte Platten.

  • Die Gedenkmünzen Sloweniens zu drei Euro sind in den übrigen EU-Ländern kein gesetzliches Zahlungsmittel. Die ungewöhnliche Nominale macht die Stücke dennoch im Ausland gefragt.
  • Es handelt sich hierbei um Bimetallmünzen, mit optisch großer Ähnlichkeit zu den 2-Euro-Geldstücken, sind jedoch deutlich größer. Der Münzkern besteht zu drei Vierteln aus Kupfer und einem Viertel Nickel. Den Münzring bildet eine Mischung aus Kupfer, Zinn und Nickel.
  • Im slowenischen Zahlungsverkehr sollte man derartige Gedenkmünzen nur selten antreffen. Die kleinen Auflagen lassen sie sehr rasch in Sammleralben verschwinden. Manchmal liegen Verkaufspreise auch nur knapp über drei Euro. 

Das Geschäft lohnt sich für die Herausgeber durchaus. Die Normalprägung ist unter 10 Euro zu bekommen. Manchmal liegen Verkaufspreise auch nur knapp über drei Euro. Die 3-Euro-Münze gelangt als unzirkulierte Normalstücke, in Stempelglanz und als polierte Platten auf den Markt.

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