Zusätzliche Monitore bieten zusätzliche Übersicht. Egal ob der PC nun beruflich oder spielerisch genutzt wird, die Arbeit und auch einige Spiele gewinnen durch drei gleichzeitig genutzte Bildschirme enorm an Übersicht. Ohne einige Kniffe ist es allerdings bei den meisten handelsüblichen Computern nicht möglich, mehr als zwei Monitore gleichzeitig zu nutzen.

Einfachste Lösung: Moderne AMD-Grafikkarte für drei Monitore

  • Aktuelle Grafikkarten mit Radeon-Chips von AMD (ehemals ATI), alle Modelle ab der Radeon HD5000, unterstützen drei gleichzeitig angeschlossene Monitore pro Grafikkarte.
  • Zwei der Bildschirme können sie wie gewohnt per VGA, DVI oder HDMI verbinden.
  • Der dritte Monitor hingegen muss per Displayport angeschlossen werden. Da bislang noch kaum ein Monitor diesen Anschluss vorweisen kann gibt es Adapter von Displayport auf DVI.
  • Wichtig: Es muss sich dabei um einen sogenannten aktiven Displayport-Adapter handeln, die preiswerten passiven Adapter funktionieren nicht.
  • Keine Regel ohne Ausnahme: Die "Flex"-Modelle der Radeon-Grafikkarten können drei Bildschirme auch per DVI oder HDMI ganz ohne Adapter verbinden.
  • Einige Grafikkarten der Serien HD5000 und HD6000 können sogar bis zu sechs weitere Monitore gleichzeitig ansteuern.

Etwas aufwändiger: Zweite Grafikkarte einbauen

  • Wenn die vorhandene Grafikkarte nicht getauscht werden kann oder soll ist es auch möglich, eine zweite Grafikkarte zusätzlich einzubauen.
  • Die dort vorhandenen Monitorausgänge lassen sich dann wieder mit bis zu zwei weiteren Bildschirmen verbinden.
  • Um Komplikationen zu vermeiden ist es ratsam, eine Grafikkarte des Herstellers der primären Grafikkarte zu verwenden.
  • Wollen Sie die 2 weiteren Monitore nur zur Anzeige von Internetseiten, Texten, Bildern oder Tabellen nutzen, reicht auch ein preiswertes älteres PCI-Modell als Zweit-Grafikkarte.
  • Bei höheren Auflösungen sollte die Karte indes nicht zu alt sein, da sonst der Grafikspeicher höhere Auflösungen nicht zulässt. 
  • Verfügt der PC über zwei PCIe-Steckplätze für Grafikkarten lässt sich jedes aktuelle Grafikkartenmodell nutzen. Verzichten Sie bei der Konfiguration aber auf SLI- oder Crossfire-Einstellungen wenn diese angeboten werden. Damit würde sich zwar die Leistung der Karten erhöhen, allerdings lassen sich dann auch nur noch zwei Bildschirme simultan nutzen.

Teuer: USB-Grafikkarte für zusätzliche Monitore.

  • Für etwa 100 bis 200 Euro lassen sich externe Grafikkarten für den USB-Port erwerben. Zwei Monitore werden in diesem Falle an die interne Grafikkarte gesteckt, der dritte findet Platz an der externen Grafikkarte.
  • Einige Monitore haben eine solche Grafiklösung bereits eingebaut und werden per USB mit dem PC verbunden.
  • USB 2.0 schränkt aber die Bandbreite stark ein, sodass das auf dem so angeschlossenen Monitor die Bildqualität stark abfällt und Videos kaum flüssig wiedergegeben werden können. Auch beim Scrollen von Tabellen und beim Anzeigen von Internetseiten mit vielen Multimediainhalten stößt diese Technik an ihre Grenzen.