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2. Staatsexamen in Jura - so bereiten Sie sich darauf vor

Nach dem ersten Staatsexamen in Jura haben Sie während des Referendariats zwei Jahre Zeit, um sich auf das 2. Staatsexamen vorzubereiten. Welche Übungen sinnvoll sind, erfahren Sie hier.

Lernen fürs Examen
Lernen fürs Examen © Gerd_Altmann_clker.com / Pixelio

Das 2. Staatsexamen meistern

Wenn Sie endlich einen Platz für Ihr Referendariat bekommen haben, sollten Sie sich umgehend Gedanken über eine richtige Zeiteinteilung machen. Die Arbeitsgemeinschaften im Landgericht, die einzelnen Stationen und die kontinuierliche Lernarbeit sollten gut durchorganisiert sein.

  • Wenn Sie gut und ohne Panik durch das 2. Staatsexamen kommen möchten, dann richten Sie sich auch während des Referendariats auf einen normalen Arbeitstag mit 8 bis 10 Stunden Arbeit ein. Dann müssen Sie am Ende nicht Nächte durchmachen und an den Wochenenden können Sie dann auch wirklich Pause machen.
  • Fehlen Sie nicht in den vorgeschriebenen Arbeitsgemeinschaften. Auch wenn Ihnen nicht jedes Fach liegt und vier Stunden auch mal sehr lang werden können, so lernen Sie hier dennoch die Basics für die praktische Arbeit in den Stationen.
  • Nehmen Sie die Hausaufgaben von Anfang an ernst. Vielleicht fühlen Sie sich nun in alte Schulzeiten zurückversetzt, aber ohne die Aufgaben können Sie nur schwer der nächsten Ag-Stunde folgen. Außerdem dürfen Sie nicht vergessen, dass das Ganze benotet wird und regelmäßig Klausuren geschrieben werden.
  • Nutzen Sie auch die Stationen, um möglichst viel Praxiserfahrung zu sammeln und genügend Übung für die anstehenden Klausuren zu haben. Es gibt Ausbilder, die möchten Sie nur einmal die Woche sehen, sodass Sie gerade mal Ihre Mindestaufgaben bearbeiten müssen. Das klingt im ersten Moment sicher toll, jedoch sollten Sie jede Möglichkeit nutzen, Erfahrung zu sammeln. In der einen oder anderen Klausur werden Sie sich sicher an einen Praxisfall erinnern.

Keine Angst vorm Jura-Examen

  • Wenn Sie die ersten Kontakte in der Referendariatsgruppe geknüpft haben, bilden Sie eine Lerngruppe und machen Sie zusammen einen Lernplan für das nächste halbe Jahr. Dabei kann man sich prima an dem Referendariatsplan orientieren und die Lerngruppe nutzen, um regelmäßig zu wiederholen und sich auf die Klausuren vorzubereiten.
  • Wer professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich auch zu einem Repetitorium bei den aus dem 1. Staatsexamen bekannten Anbietern anmelden.
  • Eine tolle Übungshilfe sind Klausurenkurse. Die Anbieter von Repetitorien bieten diese in der Form an, dass Ihnen wöchentlich Klausuren geschickt werden, die Sie dann zu Hause lösen, wieder einschicken und korrigiert zurückbekommen. Die Kosten dafür könnten Sie sich mit Ihrer Lerngruppe teilen, wenn Sie die Lösungen in der Gruppe besprechen.
  • Wer die Examensklausuren überstanden hat, sollte die Zeit bis zum mündlichen Staatsexamen unbedingt nutzen, um fleißig Aktenvorträge zu üben. Wer keine speziellen Bücher dafür kaufen möchte, die es im Fachhandel in der Jura- Ecke gibt, stöbert einfach im Internet. Dort gibt es mittlerweile ein recht großes Angebot an kostenfreien Vorträgen. Es ist nur wichtig, dass Sie lernen, mit der wenigen Zeit, die Sie im Examen für den Vortrag haben, auszukommen. Arbeiten Sie daher am besten auch zu Hause oder in der Gruppe unter diesen Bedingungen.

Wer sich von Anfang an einen Lernplan erstellt und diesen konsequent befolgt und auch die Arbeitsgemeinschaft nicht ständig schwänzt, muss keine Angst vor dem 2. Staatsexamen in Jura haben.

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