Den Papst kennen Sie als Oberhaupt der katholischen Kirche. Weltweit gibt es mehr als 1 Milliarde Katholiken, dem entsprechend groß ist die Macht der Kirche und des Papstes. Es kann immer nur ein Papst gewählt werden. Es gibt in der Geschichte der Papstwahlen Fälle, in denen das Oberhaupt entmachtet oder ins Exil gejagt wurde, sodass 2 Päpste gleichzeitig lebten. Es waren aber zu keiner Zeit 2 Päpste gleichzeitig im Amt.

2 Päpste können nicht gleichzeitig im Amt sein

  • Das Amt des Papstes ist eines, das ausnahmslos von einer einzigen Person ausgefüllt werden darf. Es können niemals 2 Päpste im Amt sein. In der Regel ist es sogar so, dass nur ein Papst lebt, denn das Amt wird bis zum Tod ausgeübt.
  • Papst Johannis Paul II. ist ein Beispiel dafür, dass auch in Alter und Krankheit das Amt nicht gefährdet ist. Er starb völlig gebrechlich im Jahre 2005 und wurde von obersten Würdenträgern vertreten, als er nicht mehr sprechen konnte. Er zeigte sich im Rollstuhl und dachte zu keiner Zeit an einen Rücktritt. Die Diskussion um die Würde eines so alten und kranken Mannes riss zu diesem Zeitpunkt nicht ab.
  • Als Papst Benedikt XVI. merkte, dass seine Kräfte schwanden, wählte er einen anderen Weg und gab seinen Rücktritt bekannt. Es mag sein, dass er seine Gebrechlichkeit nicht so öffentlich zeigen wollte. Dennoch war er in der gesamten Geschichte erst der zweite Papst, der sich für diesen Weg entschied.

Gleichzeitig lebten mehrere Päpste nur in Ausnahmefällen

  • Es gibt nur wenige Ausnahmen, wegen derer zwei Päpste überhaupt gleichzeitig lebten. Nach dem Rücktritt von Benedikt XVI. ist dies der Fall. Mehr als 700 Jahre lag der Rücktritt zu diesem Zeitpunkt zurück.
  • Weitere Ausnahmefälle gab es, als Päpste im Mittelalter vertrieben oder ins Exil geschickt wurden. In der Regel ist es jedoch so, dass ein Papst das Amt nach seinem Tod vererbt, sodass zwei Päpste gleichzeitig gar nicht leben können.

Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. war eine absolute Ausnahme und wurde in höchstem Maße anerkannt. Er führte für sich selbst die Bezeichnung "emeritierter Papst" ein und zog sich in ein Kloster zurück. Er stand nach seiner Amtsniederlegung auch nicht mehr für beratende Zwecke zur Verfügung. (Stand 06/2013)