Alle Kategorien
Suche

1 Monat Fahrverbot aufteilen?

Wer auf sein Auto angewiesen ist, wird durch ein Fahrverbot erheblich belastet. Es dauert 1 bis 3 Monate. Aufteilen lässt es sich leider nicht. Dies hat Gründe.

Fahrverbot gilt an einem Stück.
Fahrverbot gilt an einem Stück.

Bei bestimmten Verkehrsordnungswidrigkeiten kann die Bußgeldbehörde oder das Gericht ein Fahrverbot anordnen. Fahrverbote erstrecken sich über einen Zeitraum von mindestens 1 Monat bis höchstens 3 Monaten.

Fahrverbot hat Strafcharakter

  • Sie können ein Fahrverbot nicht aufteilen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie 1 Monat oder 3 Monate Verbot erhalten haben. Im Gesetz ist diese Möglichkeit nicht vorgesehen. Ein Fahrverbot ist eine Strafe. Strafen stehen normalerweise nicht zur Disposition des Täters.
  • Der Strafzweck wird nur erreicht, wenn sich die Strafe so wie vorgesehen auswirkt. Könnten Sie als Täter Einfluss nehmen, wäre dies aus Sicht des Strafgesetzgebers kontraproduktiv.

Aufteilen wäre verwaltungstechnisch aufwendig

  • Es sprechen rein organisatorische Gründe dagegen, ein Fahrverbot aufteilen zu können. Für den Zeitraum des Fahrverbotes geben Sie Ihren Führerschein bei der Ordnungsbehörde ab. Wurde das Verbot vom Gericht verhängt, ist der Führerschein bei der Staatsanwaltschaft abzugeben. Wollten Sie einen Monat Fahrverbot beispielsweise in jeweils 2 Wochen aufteilen, müssten Sie den Führerschein entweder persönlich abholen oder die Ordnungsbehörde müsste Ihnen den Führerschein zurückschicken. Zumindest der für die Ordnungsbehörde verbundene Verwaltungsaufwand wäre unverhältnismäßig hoch.
  • Hinzu kommt, dass der Beginn des Fahrverbotes in das Verkehrszentralregister eingetragen wird. Wollten Sie es aufteilen, müsste die Unterbrechung ebenfalls vermerkt werden. Auch hier würde ein unverhältnismäßig hoher Verwaltungsaufwand anfallen. Mithin dient dieser Eintrag dazu, bei einem erneuten eventuellen Verkehrsverstoß festzustellen, ob Sie zu diesem Zeitpunkt berechtigt waren, ein Fahrzeug zu führen.

1 Monat lässt sich mit Urlaub abdecken

  • Ansonsten wird das Fahrverbot mit der Rechtskraft des Bußgeldbescheides wirksam. Diese tritt ein, wenn Sie auf einen Einspruch verzichten oder Ihr Einspruch in letzter Instanz zurückgewiesen wurde.
  • Sind Sie in den letzten 2 Jahren vor dem Verkehrsverstoß nicht mit einem Fahrverbot bestraft worden, haben Sie die Möglichkeit, in einem Zeitraum von 4 Monaten selbst zu bestimmen, wann das Verbot wirksam wird. Dann können Sie das Verbot in Ihre Urlaubszeit legen oder für eine alternative Beförderung sorgen.
  • Um die Dauer so gering wie möglich zu halten, sollten Sie den Führerschein einen Tag vor Rechtskraft des Bescheides per Einschreiben mit Rückschein an die Behörde senden oder persönlich dort abliefern.
Teilen: