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1. Mahnung - die Mahngebühr berechnen Sie so

Wer kennt es nicht, man hat vergessen, eine Rechnung zu bezahlen und schon bald darauf flattert die 1. Mahnung ins Haus. Ganz egal, ob Sie als Schuldner oder als Gläubiger mit einer Mahnung konfrontiert sind, es kann nicht schaden, zu wissen, welche Mahngebühr für welche Mahnung angemessen ist.

Nicht alle Menschen zahlen ihre Rechnungen pünktlich.
Nicht alle Menschen zahlen ihre Rechnungen pünktlich.

Die 1. Mahnung ist kostenfrei

  • Stellen Sie sich das folgende Szenario vor: Sie haben einen Auftrag für ein Unternehmen erledigt und haben diesem eine angemessene Frist gesetzt, die dafür gestellte Rechnung zu begleichen. Eine solche Frist beträgt in der Regel anderthalb bis zwei Wochen. Ist nach dieser Zeit immer noch kein Geld auf Ihrem Konto eingetroffen, ist es noch nicht an der Zeit, die 1. Mahnung zu schreiben und dafür Mahngebühren zu erheben. Der erste Schritt führt nämlich über eine Zahlungsaufforderung, in der Sie den Schuldner mit freundlichen Worten daran erinnern sollten, dass Sie noch Geld von ihm bekommen. Geben Sie ihm erneut eine Frist von mindestens fünf Tagen, seiner Zahlungsverpflichtung nachzukommen.
  • Erst dann, wenn Ihr Schuldner innerhalb der gesetzten Frist nicht auf Ihre Zahlungsaufforderung reagiert hat, sollten Sie die 1. Mahnung schreiben. Diese darf allerdings keine Mahngebühr beinhalten. Dies ist nämlich erst ab der zweiten Mahnung erlaubt.

Übertreiben Sie es nicht mit den Mahngebühren

  • Wenn Sie eine zweite Mahnung verfasst haben, werden Sie verständlicherweise nicht mehr allzu gut auf Ihren Schuldner zu sprechen sein. Mit den Mahngebühren übertreiben dürfen Sie es dennoch nicht. Eine Mahngebühr dient nicht dazu, Ihrem Unmut Luft zu machen, sondern soll Ihre Ausgaben bezüglich Briefpapier und Porto decken. Daher sollte selbst bei der zweiten Mahnung die zusätzliche Forderung 2,50 € nicht übersteigen.
  • Eine weitere Möglichkeit, die Sie haben, ist, Verzugzinsen geltend zu machen. Diese liegen in der Regel fünf Prozentpunkte über dem Basiszinzsatz. Allerdings lohnt sich ein solches Vorgehen nur bei größeren Summen. Außerdem sollten Sie je nachdem, welche Verbindung Sie zu Ihrem Schuldner haben, zurückstecken und auf die Forderung nach Centbeträgen verzichten, um dafür das Geschäftsverhältnis nicht zu belasten.
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